Alternative Angebote am Dreikönigstag

Sternsinger gehen nicht von Haus zu Haus

Die Sternsinger-Gruppe zusammen mit Bischof Bertram, Harald Weber, Dominik Zitzler und Dr. Peter Frasch
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Ende Dezember eröffnete die Diözese Augsburg die Sternsingeraktion in kleiner Runde: die Sternsinger-Gruppe aus der Dompfarrei zusammen mit (von links) Bischof Bertram und den Verantwortlichen für die Aktion Harald Weber (Bischöfl. Jugendamt), BDKJ-Präses Dominik Zitzler und Dr. Peter Frasch (Abt. Weltkirche).

Oberallgäu – Die Sternsingeraktion findet heuer ohne die traditionellen Hausbesuche und Segnungen statt, dank vieler kreativer Ideen fällt sie aber nicht gänzlich aus.

So werden zum Beispiel Segenspakete oder -aufkleber mit Briefen, Sprüchen und Grußkarten zum Verschicken und Verteilen angeboten. Viele Sternsinger werden in den Gottesdiensten auftreten. Vom Kindermissionswerk sind die Pfarreien darüber hinaus dazu animiert worden, virtuelle Sternsingerbesuche auf ihren Webseiten anzubieten - oder Segens-Haltestellen in den Kirchen.

Die Sternsingeraktion aufgrund der widrigen Umstände ersatzlos zu streichen, sei nie eine Option gewesen, betont Dr. Peter Frasch, Diözesanreferent der Abteilung Weltkirche: „Weltweit leiden viele Mädchen und Jungen erheblich unter ausbeuterischer Kinderarbeit, Hunger und Armut. Dazu kommen die gravierenden Folgen der Corona-Pandemie, welche die Missstände oft noch verschärft. Daher darf die Solidarität gegenüber notleidenden Kindern gerade jetzt nicht untergehen. Die Hilfe der Sternsinger ist gefragt.“

 „Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“

so lautet das Motto der 63. Aktion Dreikönigssingen im Jahr 2021. Im Beispielland Ukraine müssen viele Kinder lange von Vater, Mutter oder beiden getrennt leben, weil diese im Ausland arbeiten. Die Sternsingeraktion nimmt sie in den Blick: Sie zeigt auf, warum Eltern ihre Heimat verlassen müssen und was das für die Kinder bedeutet. Zugleich macht die Aktion deutlich, wie die Projektpartner der Sternsinger Kinder schützen und stärken, denen es an elterliche Fürsorge fehlt.

Da die Sternsinger aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht von Haus zu Haus gehen, finden alternative Angebote statt. In Sonthofen kommt zum Beispiel eine Sternsingergruppe in die Pfarrkirche St. Michael am Dienstag, 5. Januar, zum Gottesdienst um 18 Uhr und zum Festgottesdienst am Mittwoch, 6. Januar, um 10.30 Uhr. Anschließend stehen die Sternsinger auf dem Kirchplatz und nehmen Spenden entgegen. Auch in den Gottesdiensten der Pfarreigemeinschaft Immenstadt am Mittwoch, 6. Januar, werden die Sternsinger dabei sein. Außerdem werden in den Kirchen Aufkleber für die Türen, Kreide, Weihrauch und ein Segensgebet zum Mitnehmen ausliegen.

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