Keine klare Entscheidung bei der Bürgermeisterwahl in Sonthofen – Stichwahl am 30. März

In Sonthofen wird's spannend

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Für Ingrid Fischer und Harald Voigt ist das Rennen um das Bürgermeisteramt in Sonthofen vorbei.

Sonthofen – Nach der Wahl ist vor der Wahl: In Sonthofen sind die Bürgerinnen und Bürger in knapp zwei Wochen nochmal aufgerufen, an die Wahlurnen zu kommen. Dann wird in einer Stichwahl entschieden, wer die Kreisstadt künftig regieren wird, Christian Wilhelm von den Freien Wählern oder Klaus Häger von der SPD.

Bei einer niedrigen Wahlbeteiligung von 50,78 Prozent konnte keiner der Bürgermeisterkandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich vereinen: Harald Voigt (CSU) holte 23,83 Prozent, Klaus Häger (SPD) 28,05, Ingrid Fischer (Grüne) 8,76 und Christian Wilhelm (FW) 39,36. Deshalb treten Häger und Wilhelm als Kandidaten mit den meisten Stimmen in einer Stichwahl am 30. März gegeneinander an. 

Gemeinsam mit seiner Frau Anke sagte Christian Wilhelm am Wahlabend „Danke“ an alle Wählerinnen und Wähler, die ihm ihre Stimme gaben.

So eine hohe Stimmenanzahl habe er nicht erwartet, zeigte sich Christian Wilhelm nach Bekanntwerden der Ergebnisse überrascht. Er bedankte sich bei allen Wählern und auch bei seinen Parteikollegen, die sich mit vollem Einsatz in den Wahlkampf eingebracht hätten. Ein Wahlkampf, der von allen vier Bürgermeisterkandidaten stets fair geführt worden sei, wie Wilhelm hervorhob. Die Wahlbeteiligung bezeichnete er als „erschreckend niedrig“. 

Klaus Häger geht zuversichtlich in die Stichwahl. Am Wahlabend stattete er auch den Grünen mit Ingrid Fischer einen Besuch ab.

Gemischte Gefühle gab es bei Klaus Häger von der SPD. So zeigte er sich zufrieden, dass er die erste Hürde erfolgreich gemeistert habe und nun in der Stichwahl stehe. Allerdings habe er durchaus mit mehr Stimmen gerechnet, die „Lücke“ zu seinem Mitbewerber Christian Wilhelm sei überraschend groß. Auch sei die geringe Wahlbeteiligung enttäuschend. Er sei aber hochmotiviert, diese Lücke bei der Stichwahl zu schließen und gehe mit frischer Kraft in die nächsten zwei Wochen. 

Die Enttäuschung über sein Abschneiden bei der Bürgermeisterwahl stand Harald Voigt ins Gesicht geschrieben. Er habe sich mehr erwartet. 

Ingrid Fischer war mit ihrem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. „Ich habe schon mit etwas mehr gerechnet“, so die Kandidatin der Grünen. Ganz und gar nicht zufrieden zeigte sich Fischer von einer Wahlbeteiligung knapp über 50 Prozent. An den Wahlkampfständen sei das Interesse der Bevölkerung durchweg groß gewesen – unverständlich deshalb das Desinteresse an der Wahl selbst. 

Beim künftigen Stadtrat der Kreisstadt bleibt in Hinblick auf die Zusammensetzung (fast) alles beim Alten. Die CSU erhält 10 Sitze (bislang 12), die SPD 5 (5), die Grünen ebenfalls 5 (5), die Freien Wähler 9 (8); die FDP zieht mit einem Platz neu in den Stadtrat ein. Von 17.586 Stimmberechtigten gaben auch hier lediglich 8.928 Bürger ihre Stimme ab.

Eva Veit

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