Reise durch das »Abiversum«

Bester Abi-Jahrgang: Stimmungsvolle Abschlussfeier des Gymnasiums Immenstadt

Abifeier Immenstadt
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Schulleiter Michael Renner (von links) und Immenstadts Dritte Bürgermeisterin Rosi Oppold gratulieren der Abiturientin Jana Hindelang zu ihrem Abi-Schnitt von 1,0

Immenstadt – Mit dem erfolgreichen Abitur beendeten der 63 „Abinautinnen und Abinauten“ des Gymnasiums Immenstadt ihren Flug ins Ungewisse, den sie vor acht Jahren als Fünftklässler begonnen hatten. Und sie waren sehr erfolgreich: 31 von ihnen haben einen Notenschnitt mit der Eins vor dem Komma!

Dachten alle, der letztjährige Abiturschnitt von 2,18 sei nicht mehr zu toppen, so belehrten sie alle eines Besseren: 2,02 ist der Schnitt in diesem Jahr. Und das trotz oder wegen Corona. Einerseits zeigte der Jahrgang großen Zusammenhalt in der Prävention gegen das Virus, andererseits galten aufgrund der angeordneten Schulschließungen für diesen Jahrgang viele sogenannte Günstigerregelungen. Doch das sollte den Erfolg auf keinen Fall schmälern: Sie hätten es wirklich nicht leicht gehabt, jammerten aber nie, würdigte Rektor Michel Renner den Abschlussjahrgang. Die stimmungsvolle Abifeier im überdachten Klostergarten bot den Abiturientinnen und Abiturienten, ihren Eltern und Lehrkräften einen würdigen Rahmen für den Abschluss.

Mit einem religiösen Impuls nahmen die Religionslehrkräfte die Unwägbarkeiten des Lebens in den Blick. Die Corona-Pandemie zeige, dass Zufall, Schicksal, Fügung oder Glück – wie man es eben nennen wolle – oft eine größere Rolle spielten als des Menschen Denken und Planen. „Wo Menschen sich vergessen und neue Wege finden, sich verschenken und die Liebe bedenken, sich verbünden und den Hass überwinden, da berühren sich Himmel und Erde und es wird Frieden.“ Diesen Wunsch zusammen mit einem Segen gaben die Religionslehrkräfte den Abinauten mit auf die weitere Lebensreise. Man soll auch mal Danke sagen – Gott und den Menschen, die einen begleitet haben. Das gehörte mit dazu.

Das Abiversum ist nun grenzenlos

Auch die Grußworte spielten mit dem „Abiversum“. Immenstadts Ditte Bürgermeisterin Rosi Oppold zerlegte in ihrem witzigen Sketch den Begriff in seine lateinischen Bestandteile: „Abi“ von „abire“, also „davongehen“; „versum“ von „vertere“, das kann heißen „drehen, wenden bis hin zu verändern“. Frei übersetzt: Ihr Abinauten geht jetzt hinaus ins Leben und müsst selbst Verantwortung übernehmen. Stellvertretende Landrätin Christine Rietzler führte diesen Gedanken weiter mit der Aufforderung: „Gestalten Sie nun die Gesellschaft mit, haben Sie Mut und bringen Sie sich vielfältig ein.“

Julia Fink und Helena Plappert blickten in launigen Worten nochmals zurück: Die eine ließ anhand vieler schöner Anekdoten die letzten acht Jahre nochmals lebendig werden und dankte den Lehrkräften wie den Eltern für die hervorragende Unterstützung. Die andere blickte voraus auf ihr Studium an der Universität für Bodenkultur in Wien und betonte den nötigen Klimaschutz für eine gute Zukunft. Mit dem Projekt „Bienenwiese“ hinterlässt sie der Schule ein bleibendes Denkmal. Angestoßen hat Helena auch die schulische Auseinandersetzung mit dem Thema „Bodyshaming“: „Jeder Mensch verdient Respekt, Achtung und Liebe. Diskriminierung darf keinen Platz haben.“

Jana Hindelang (1,0), Simon Sambale, Philip Rietzler (zudem bestes Lateinabitur), Leonie Queste, Leonie Waldhäuser und Annemie Mayr (alle 1,1) sowie Lukas Kennerknecht (bestes Physikabitur) wurden besonders geehrt.

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