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Straßenblockade in Kempten

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Klimagruppe „Letzte Generation“ stoppt verkehr
Dem Autoverkehr die Stirn bieten: die Aktionen der Klimagruppe „Letzte Generation“ sind in der Bevölkerung umstritten. © Privat

Kempten – Am Montagmorgen kam es in Kempten auf der Stephanstraße / B12 stadteinwärts zu erheblichen Behinderungen im Verkehr aufgrund einer Straßenblockade der Klimagruppierung „Letzte Generation“.

Mehrere Personen blockierten die Straße mit einer Sitzblockade. Einige von ihnen klebten dabei ihre Hand auf den Asphalt, um ihrer Forderung an die Bundesregierung und Wirtschaftsminister Habeck nach einem sofortigen Stopp der Investitionen in neue fossile Infrastruktur Ausdruck zu verleihen. 

„Ich kann nicht länger tatenlos mit ansehen, wie meine Lebensgrundlagen für die Profite weniger Unternehmen für immer zerstört werden. Und ich kann nicht länger tolerieren, dass unsere Lebensgrundlagen und meine Heimat hier und damit auch die aller folgenden Generationen dafür geopfert werden, dass die Bundesregierung weiter Öl und Gas und Kohle verbrennt.

Als Wirtschaftsminister kann Robert Habeck das jetzt beenden und eine Erklärung für das Leben und gegen fossile Verbrennung abgeben“, Maja Winkelmann, 24, Studentin aus dem Allgäu. 

Die Polizei forderte die Teilnehmer mehrfach auf, die Sitzblockade aufzulösen. Nachdem sie dem nicht folgten, wurden sie unter Anwendung leichten unmittelbaren Zwangs von der Fahrbahn geführt beziehungsweise weggetragen. Die auf dem Asphalt festgeklebten Hände eines 52-jährigen und eines 66-jährigen Mannes konnten mit Unterstützung des Rettungsdienstes von der Fahrbahn gelöst werden.

Schließlich konnte der Verkehr in Richtung Stadtmitte gegen 09.45 Uhr wieder freigegeben werden. 

Die Polizei leitete gegen die Teilnehmer Ermittlungsverfahren wegen Verdacht der Nötigung im Straßenverkehr ein. Außerdem wird wegen der fehlenden Anmeldung ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht geprüft. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Versammlungsteilnehmer wieder entlassen.

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