Strathilfe für Streue-Bauern

Start für das 50-Höfe-Programm mit (von links) Gwendolin Dettweiler (Allgäuer Moorallianz), Bernhard Nasswetter vom Landratsamt Oberallgäu, Kilian Rist, dem Stellvertretenden Landrat Anton Klotz, und Gerhard Gehring vom Landratsamt Oberallgäu. Foto: Josef Gutsmiedl

Das 50-Höfe-Programm der AllgäuerMoorallianz unterstützt landwirtschaftliche Betriebe bei der Pflege der Streuwiesen und der Verwertung der Streue. Der erste Förderbescheid ging im Oberallgäu an den Betrieb Rist in Ratholz. Damit startet das Programm in die praktische Umsetzung.

Die Allgäuer Moorallianz verbindet Moorschutz, Naturerlebnis und angepasste Bewirtschaftung der Moorlandschaften. Dabei sind Landwirte und weitere Landnutzer wichtige Partnerin der Allianz: ohne sie und ihre professionelle Streuwiesenbewirtschaftung wachsen die Flächen zu und verlieren die charakteristische Artenvielfalt. Die traditionelle Streuwiesenmahd ist jedoch nur zukunftsfähig, wenn sie effizient mit Maschinen durchgeführt und die Streue als qualitativ hochwertiges Produkt in der Region verwertet werden kann. Daher ist das Ziel der Moorallianz, die gesamte Verwertungskette der Streue zu optimieren und damit die Vielfalt der Streuwiesen zu erhalten. Gefördert werden mildem So-Höfe-Programm technische Geräte und Einrichtungen für Mahd und Bergung, Einstreu, Entmistung, Lagerung und Ausbringen der Streue. Ein besonderes Augenmerk wird dabei aufinnovative Neuerungen gelegt, gebrauchte Geräte sind unter bestimmten Bedingungen ebenfalls färderfähig. Betriebe, die Flächen in der Projektkulisse des chance.natur-Projekts bewirtschaften, können eine Förderung erhalten. Bewilligungsstelle ist das Landwirtschaftsamt in Kempten, Projektpartnersind die Unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter und die Landschaftspflegeverbände Ostallgäu und Oberallgäu. Streuwiesen und Niedermoore sind innerhalb der Moorlandschaften die Lebensräume mit der höchsten Artenvielfalt. Der Bestand an Streuwiesen, Flach- und Quellmooren liegt im chance.natur-Projektgebiet bei rund 2700 Hektar. Ohne Mahd verschwinden Mehlprimeln, Enziane und die typischen Schmetterlinge der Streuwiesen. Die Vielfalt des Lebens in einer der schönsten Landschaften der Welt steigert auch den Erlebniswert der Region - und dient unserem Image als Urlaubslandschaft mit intakter Natur. Die Ländliche Entwicklung des chance.natur-Projekts AllgäuerMoorallianz wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und dem Bayerischen Landwirtschaftsministerium gefördert.

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