»Vor einer Mammutaufgabe«

Studie zeigt: Auch Sonthofen muss besser werden

Fußgängerzone in Sonthofen im Winter
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Sonthofen will sich bald für die Zeit nach der Pandemie rüsten und seine Innenstadt weiter stärken.

Sonthofen – Was macht eine zeitgemäße und attraktive Innenstadt aus? Dieser Frage ist das IFH Köln bereits zum vierten Mal mit einer groß angelegten Passantenbefragung in deutschen Innenstädten nachgegangen. Auch Sonthofen nahm an der Umfrage teil.

Die Stadt Sonthofen hat sich nach 2016 und 2018 zum dritten Mal in Folge an der Umfrage beteiligt. Sonthofens Innenstadt wurde unter den über 300 Befragten mit einer Gesamtnote von 2,7 bewertet und schloss damit etwas besser ab als 2018 (2,9).

Die Umfrage hat ergeben, dass vor allem der stationäre Einzelhandel maßgeblich bestimmt, wie attraktiv und erlebnisreich deutsche Innenstädte wahrgenommen werden. Ebenfalls entscheidend für den Erlebniswert sind Sehenswürdigkeiten sowie Freizeit- und Kulturangebote. Um Stadtzentren attraktiver zu gestalten müssen Verantwortliche von Städten, Handel und der Immobilienbranche an einen Tisch zusammen arbeiten. Auch um die geschlossenen Innenstädte nach Corona wieder zu beleben.

Für eine zukunftsorientierte Positionierung ist jedoch auch die Digitalisierung, etwa passenden Onlineauftritte, wichtig. Hier besteht Handlungsbedarf, denn zwei Drittel der Innenstadtbesucher kaufen (auch) online ein. Eine Dynamik, die durch Corona noch verstärkt wurde.

„Das wird unser Ansatzpunkt in Zukunft sein müssen. Wir werden ziemlich schnell auch einen Prozess zur Stärkung und Förderung unserer Innenstadt starten, um uns für die Zeit nach Corona zu rüsten. Sonthofens Innenstadt wird sich, wie alle Städte Deutschlands, wohl verändern. Keiner weiß heute, ob uns Geschäftsschließungen drohen. In der Umfrage haben fast 25 Prozent der Befragten angegeben, dass sie verstärkt bei den Online-Riesen einkaufen. Dieses Potential müssen wir zurückgewinnen. Wir haben eine Mammutaufgabe vor der Brust“, so Sonthofens Wirtschaftsförderer Andreas Maier.

Für die Untersuchung wurden in 107 teilnehmenden deutschen Städten aller Größen und Regionen zeitgleich Innenstadtbesucher zu ihren Einkaufsgewohnheiten und der Attraktivität der Innenstadt befragt. Die Datenerhebung erfolgte zwischen Ende September und Mitte Oktober 2020 anhand eines einheitlichen Fragebogens. Insgesamt sind so rund 58 500 persönliche Interviews geführt worden. Die Studie zeigt Handlungsoptionen für die Positionierung und Revitalisierung der Innenstädte infolge des Corona-Lockdowns auf. Darüber hinaus erhalten die teilnehmenden Städte Informationen zur Bewertung ihrer Stadt aus Sicht der Besucher und damit eine Planungsgrundlage für spezifische Maßnahmen.

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