Viel Plus mit Goethe+

SWW will im Wohngebiet an der B 308 verdichten und verbessern

„Goethe+“ will die Schaffung von neuem Wohnraum und die Verbesserung für das Areal an der Goethestraße unter einen Hut bringen.
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„Goethe+“ will die Schaffung von neuem Wohnraum und die Verbesserung für das Areal an der Goethestraße unter einen Hut bringen.

Sonthofen – Mehr Wohnraum. Mehr Lebensqualität. Mit seinem nächsten Bauprojekt wird das Sozial-Wirtschaftswerk Oberallgäu SWW das Wohngebiet an der Goethe- und Schillerstraße kräftig umkrempeln, modernisieren und aufwerten. Unter dem Arbeitstitel „Goethe+“ will das SWW für ein kräftiges Plus in dieser Ecke der Stadt sorgen.

Von einem „großen Projekt mit vielen Dimensionen“ spricht SWW-Geschäftsführer Martin Kaiser und bringt das Konzept auf den Punkt: „Das Gesamte ist mehr als die Summe seiner Einzelteile.“ Um den Mehrwert, das Plus des Projektes auf einen Nenner zu bringen, spreche man beim SWW auch nicht mehr vom „Goethe-Quartier“, ergänzt Karina Köberle vom SWW-Marketing, sondern von „Goethe+“.

In drei Bauabschnitten sollen in dem Areal 160 neue Wohnungen im Zuge der „Verdichtung“ geschaffen werden. Aktuell stehen hier 28 Gebäude mit insgesamt 421 Wohnungen. Ein Gebäude wird abgerissen, da sich eine Sanierung nicht mehr lohnt; zudem blockiert es das Baufeld für den zukünftigen Quartiersmittelpunkt und die neue Tiefgaragenzufahrt an der B 308.

Mehr als 200 Meter Länge wird der Komplex aus fünf neuen Wohngebäuden entlang der Östlichen Alpenstraße / B 308 haben.

Die neu zu erstellenden Tiefgaragen mit 223 Stellplätzen werden die Parkraumproblematik in der Goethestraße weitgehend entschärfen: Mehr Platz für Aufenthaltsqualität, nicht für Autos. Unterm Strich, mit dem dritten Bauabschnitt, soll es weniger Durchgangsverkehr im „Quartier“ geben. Rund 24 Millionen Euro werden im ersten Bauabschnitt bis 2023 verbaut. Insgesamt sind für die drei Bauabschnitte bis ins Jahr 2025 mehr als 60 Millionen Euro eingeplant.

Auftakt für den Bauabschnitt 1 – fünf Neubauten für 66 Wohnungen an der Östlichen Alpenstraße und der Tiefgarage samt Zufahrt an der B 308 sowie Sanierungsarbeiten am Altbestand – ist bereits im kommenden Frühjahr. Zuerst werden mehr als 100 Bäume gefällt, rund 100 weitere im Altbestand können bleiben. Das lasse sich leider nicht vermeiden, so Geschäftsführer Martin Kaiser. Allerdings sieht die Planung eine großzügige „Aufforstung“ vor allem im Innenbereich des Areals vor. Soweit möglich wird das Holz der gefällten Bäume vor Ort verwendet unter anderem für Spielgeräte, Heckengestaltung und Sitzbänke.

Das SWW will nicht nur neuen Wohnraum schaffen. Die bestehenden Häuser aus dem 1960er Jahren werden saniert und auf zeitgemäßen Standard gebracht: Neue Bäder, Wasser- und Abwasserrohre in den Gebäuden, Fassadenanstrich und Platz für Kinderwagen und Rollatoren in den vergrößerten Eingangsbereichen. Eine einvernehmliche Lösung wurde auch für die 26 Mieter in dem Haus Goethestraße 24 gefunden, das weichen muss. Schließlich habe man drei Jahre Vorlauf, um guten, maßgeschneiderten Ersatz zu finden.

Besonderes Augenmerk legte die Planung auf die Mitte des Viertels, die die Philosophie von „Goethe+“ deutlich machen soll als Treffpunkt, als „identitätsstiftende Mitte“ mit Gemeinschaftsraum, Bäckerei-Filiale, Kinder-Tagesstätte. „Eine lebendige Mitte“, bringt es Karina Köberle auf den Punkt.

Als „besonderes Projekt mit vielen besonderen Herausforderungen“ skizziert Martin Kaiser die langwierigen Planungen. Es galt, die besonderen Dimensionen und das Zusammenspiel vieler verschiedener Bereich zu koordinieren: Altbestand, Neubau, die heikle Anbindung an die vielbefahrene Bundesstraße... Ausdauer, Geschick und starke Nerven waren gefragt, zahllose Vorschriften und Regeln zu beachten.

Stolz sind Kaiser und seine Mitarbeiterin Karina Köberle nicht zuletzt darauf, das es offensichtlich gelinge, mit Goethe+ soziale, ökologische und wirtschaftliche Ziele zu erreichen.

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