Erinnerungen wecken

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Der Stiftungsvorsitzende der Distriktspitalstiftung Hubert Buhl (von links), 1. Bürgermeister Christian Wilhelm, Landrat Anton Klotz, Verena Fleischer, stellvertretende Geschäftsführerin Allgäu Pflege, Mathias Böhmer-Seitz, Pflegedienstleiter Spital Sonthofen, und Felix, Röth, stellvertretender Pflegedienstleiter Tagespflege, konnten nicht widerstehen und naschten ein paar der reifen Johannisbeeren.

Die Tagespflegeeinrichtung der Allgäu Pflege am Spital Sonthofen freut sich über ihren neuen Sinnesgarten.

Bei der Einweihung des innerstädtischen Kleinods betonten Landrat Anton Klotz, Sonthofens Bürgermeister Christian Wilhelm sowie der ehemalige Sonthofer Rathauschef und heutige Vorsitzende der Distriktspitalstiftung, Hubert Buhl, die Wichtigkeit der Einrichtung und den Mehrwert, den der neue Garten den Gästen bietet.

Mit seinen üppig in Hochbeeten und einem begehbaren Zierbeet wuchernden und blühenden Kräutern, Gemüsepflanzen und Blumen, den einladenden Sitzgelegenheiten unter der Markise, dem leise plätschernden Brunnen und den freundlich-hellen, leicht in der Sonne glitzernden Bodenplatten verströmt der neue Sinnesgarten im Innenhof der Tagespflege am Spital mediterranen Charme und lädt zum Verweilen ein.

„Bis vor kurzem dominierten hier dunkelgraue, bemooste Steinplatten und Efeuranken“, berichtete die stellvertretende Geschäftsführerin der Allgäu Pflege, Verena Fleischer, anlässlich der Einweihung. „Wir haben uns bei der Umsetzung am Bedarf der Gäste orientiert“, betonte Fleischer. „So sind beispielsweise die Hochbeete in idealer Höhe für Rollstuhlfahrer.“ Der ganze Garten biete ihnen Möglichkeiten für sinnliche Erfahrungen – Hören, Sehen, Riechen, Schmecken. Landrat Anton Klotz lobte, dieser „behütete Bereich“ sei „eine ganz wertvolle Ergänzung zur Tagespflege-Einrichtung. Die meisten Menschen, die hier betreut werden, leiden an Demenzerkrankungen. Sie interessieren sich häufig für die Dinge, die mit ihrer eigenen Biografie und ihren Erinnerungen zusammenhängen“, wie etwa das Plätschern eines Brunnens, der Duft verschiedener Kräuter oder das Beerenpflücken.

Das Pflegepersonal integriert den Garten in den Tagesablauf der Tagesgäste: Eine Woche steht im Zeichen der Gartenpflege, in einer anderen wird geerntet, dann werden Tees und Salate aus dem Ertrag zubereitet. Ansonsten wird hier zusammengesessen, gespielt und geredet.

„Die Gäste haben den Garten sofort sehr gut angenommen“, freute sich Verena Fleischer. „Bemerkenswert ist, dass sich die Tendenz Wegzulaufen seit der Eröffnung sehr deutlich verringert hat.“ Bürgermeister Christian Wilhelm zeigte sich beeindruckt, „dass mitten in der Stadt aus einer kleinen, renovierungsbedürftiger Terrasse ein solches Kleinod entstanden ist.“ Sein augenzwinkernder Wunsch für die nächste Zeit war indes ein ganz pragmatischer: „Ich wünsche Euch wenige Schnecken“!

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