Was ist von Tipps mit Hausmitteln gegen Corona aus Social-Media-Gruppen und dem Internet zu halten?

Tipps aus dem Internet gegen Corona: Was ist dran?

Zum Teil sind haarsträubende "Tipps" gegen das aktuelle Coronavirus unterwegs. Die Verbraucherzentrale klärt auf, was an den Tipps dran ist beziehungsweise was nicht.

Reichlich heißes Wasser trinken? Nein. Hilft nicht. Heißes Wasser (mit mehr als 60 Grad Celsius) führt eher zu Verbrennungen in Mund und Speiseröhre, bevor es irgendeinen Virus im Magen-Darm-Trakt erreicht!

Aufgeschnittene Zwiebeln in der Wohnung verteilen? Nein. Zwiebeln saugen keine Bakterien und Viren aus der Luft! Zwiebeln und Knoblauch enthalten zwar Sulfide, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören und sich positiv auf das Immunsystem auswirken können. Sie eignen sich jedoch am besten als regelmäßige Zutat beim Kochen. 

Ist der Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel sinnvoll, da Gluten die Darmwände angeblich löchrig macht? Nein. Starke Behauptung, es fehlt der Beweis. Da die Darmschleimhäute mit den Schleimhäuten der oberen Atemwege in Verbindung stehen, würden diese ebenfalls geschwächt und anfälliger für Viren. 

Morgens und abends je eine Teelöffel Kokosöl auf der Zunge zergehen lassen? Das soll "in Zeiten von Coronaviren den viruellen Belastungsdruck deckeln". Nein, hilft nicht! 

Helfen Thymian- und Salbei-Tees - übliche Pflanzenarzneimittel bei Erkältung? Nein. Eine Infektion mit dem Coronavirus ist keine Erkältung. Die Tees dienen der Linderung von Erkältungsbeschwerden und eignen sich nicht zur Vorsorge. 

Trägt gekochter Ingwer auf leeren Magen gegessen dazu bei, die COVID-19-Erkrankung zu heilen? Nein. Dieser Behauptung hat schon Anfang des Jahres die Weltgesundheitsorganisation (WHO) widersprochen. 

Generell gilt: Niemand sollte Maßnahmen aufgrund von Gerüchten ergreifen, sondern Informationen aus den Netz besser bei seriösen Quellen überprüfen und sich bei Fragen am besten direkt an einen Arzt/Ärztin wenden.

Rubriklistenbild: © Unsplash

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