Das Oberallgäu bleibt in CSU-Hand: Toni Klotz holt fast 55 Prozent der Stimmen

Ohne Stichwahl ins Landratsamt

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Landrat Gebhard Kaiser (von links) gratulierte seinem Nachfolger, Toni Klotz, hier mit Frau Martina, zum Wahlsieg.

Oberallgäu - Einen spannenden Wahlabend gab es am Sonntag im Landratsamt Oberallgäu. Erst gegen 20.30 Uhr stand endgültig fest: Toni Klotz (CSU) ist zum neuen Landrat gewählt - mit deutlicher Mehrheit von 54,3 Prozent. 

„Locker“ könne er den Wahlabend verbringen, hatte Landrat Gebhard Kaiser gemeint, da er ja das erste Mal nach vielen eigenen Kandidaturen nicht mehr antrete. Doch ganz „wild“ auf Trends und Ergebnisse war Kaiser dann wie eh und je.

Während es bei den Bürgermeisterwahlen im Oberallgäu einige Überraschungen gab, war die Landratswahl „nur“ spannend. Tatsächlich konnte sich der CSU-Kandidat, Bürgermeister Toni Klotz aus Haldenwang, klar durchsetzen. Auf das Ergebnis der Wahl musste er allerdings länger warten als die Bürgermeisterkandidaten.

Noch-Landrat Gebhard Kaiser fiebert mit als gehe es um die eigene Wahl. Und sichtlich erleichtert waren dann CSU-Landratskandidat Toni Klotz und Gebhard Kaiser gleichermaßen als fest stand: Klotz hat es im ersten Durchgang geschafft. Mit 54,3 Prozent ging Klotz als klarer Sieger aus dem Rennen der fünf Bewerber um den Landratsposten hervor. Philipp Prestel (Freie Wähler) kam auf 22 Prozent, Ulrike Hitzler (Grüne) auf 9,8 Prozent, Jörg Hilbert (SPD) auf 8,2 und Michael Finger (ÖDP/UB) auf 5,6 Prozent. 

Mit Spannung wurden im Landratsamt Oberalgäu die Ergebnismeldungen aus den einzelnen Gemeinden erwartet. Besonders spannend machte es dabei die Kreisstadt Sonthofen: Erst gegen 20.30 Uhr gelang es, die schon längst vorliegenden Ergebnisse der Landratswahl aus dem Sonthofer Rathaus ins Wahlzentrum im Landratsamt zu übermitteln. 

Umso größer dann die Erleicherung sowohl bei Amtsinhaber Kaiser als auch bei Klotz: die letzten Ergebnsimeldungen untermauerten das gute Abschneiden des CSU-Bewerbers. Startschuss für erste Gratulationen. Landrat Kaiser wünschte seinem Nachfolger eine glückliche Hand und hatte als symbolisches Geschenk eine Flasche edles Genießer-Bier „Schwarzer Ritter“ parat. 

Unter den ersten Gratulanten war auch die Grünen-Kandidatin Ulrike Hitzler. Die Lehrerin zeigte sich zufrieden mit ihrem persönlichen Ergebnis und war erst einmal froh über das Ende des Wahlkampfes. Es seien schon anstrengende Wochen gewesen, meinte die Grünen-Spitzenkandidatin mit Blick auf das Tagesgeschäft Schule. Da habe sie nicht einfach mal „verschwinden“ können... 

Unabhängig von politischen Einstellungen zeigte sich auch Wahlleiter Andreas Kaenders erleichtert. Er müsse jetzt keine Stichwahl vorbereiten und begleiten.

Josef Gutsmiedl

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