Klares Ja zum Skiverbunb

Mit der geplanten Liftverbindung am Riedbergerhorn soll das Skigebiet Balderschwang / Grasgehren attraktiver gemacht werden, um den Wintertourismus in der Region zu stärken.

Oberallgäu – In einem Brief an den bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer sowie den Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder, appellieren der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch Schwaben e.V. und die Allgäu GmbH an die Staatsregierung, dem geplanten Skiverbund Balderschwang – Grasgehren zuzustimmen.

In dem Brief heißt es, die Gemeinden Balderschwang und Grasgehren wollten mit dem Verbund der beiden Skigebiete langfristig ihre Existenz sichern. Um das Projekt verwirklichen zu können, haben beide Gemeinden ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren im Staatsmi- nisterium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat beantragt (wir berichteten).

Sowohl die Allgäu GmbH als auch der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch Schwaben e.V. unterstützen dieses Vorhaben. 90 Prozent der Wirtschaftskraft in Balderschwang resultiere aus dem Tourismus. Ihn zu beschränken bedeute, dass man das Hochtal bewusst von einer wirtschaftlichen Entwicklung abkopple. Und dies sei angesichts der benachbarten Investitionen in den Skigebieten Vorarlbergs und Tirol fatal.

„Der Tourismus ist im Allgäu Leitökonomie und Querschnittsbranche und damit einer unserer wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Die aktuellen Zahlen mit einem jährlichen Primärumsatz von rund drei Mrd Euro und hieraus resultierenden rund 60.000 Vollerwerbsäquivalenten unterstreichen eindrucksvoll die touristische Bedeu- tung“, betont Klaus Holetschek, Vorsitzender des Tourismusverbandes. In den Nach- barländern sei man sich dieser Verantwortung bewusst und schaffe hier eine behutsame Entwicklung.

„Gerade auch die Allgäu GmbH und unsere Tourismus-orte und Leistungsträger sind sich der Bedeutung unserer wertvollen Natur bewusst. Die Aktivitäten hierzu sind vielfältig. Der wohlgemeinte Schutz der Natur kann und darf nicht bedeuten, dass sich eine Region nicht weiter entwickeln darf und hierdurch langfristig gezwungen wird, ein wichtiges Produkt aufzugeben“, meint Hans-Joachim Weirather, Vorsitzender der Allgäu GmbH.

Dem Aufsichtsrat der Allgäu GmbH sowie des Vorstandes des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch Schwaben e.V. sei durchaus die Verantwortung für die Natur bewusst, unterstützen und befürworten aber auch die beiden Gemeinden in ihrem Vorhaben. Denn man sei überzeugt, naturschutzrechtliche Herausforderungen einvernehmlich zu lösen.

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