Alphornklänge in Prachtkulisse

Herbstsonne für die Älplerletze auf dem Fellhorn

+
Der große Gemeinschaftschor der Euregio-Alphorngruppe spielte zum Abschluss der Älplerletze vor der imposanten Berg- kulisse auf.

Nachdem es anfangs ganz nach einem „verhagelten“ Open Air für die Alp­hornbläser aussah, mauserte sich das Wetter im Verlauf der Bergmesse und umrahmte das Fest der „Älplerletze“ auf dem Fellhorn mit einer großartigen Bergkulisse.

Als eine Art Dank für eine gute Alpsaison versteht sich die Älplerletze der Euregio via salina. Während es für Oberstdorfs Pfarrer Maurus B. Mayer die erste Älplerletze war, die er mitfeiern konnte, war es für den Geschäftsführer der Fellhornbahn die letzte in seiner langen Amtszeit: Augustin Kröll tritt zum Jahresende in den Ruhestand. Der Bergbahn-Chef habe in mehr als 20 Jahren seiner Tätigkeit vor allem für die Instrastruktur der Tourismusregion viel geleistet, sagte der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz. Mit viel Herzblut habe Kröll sich für die Alpwirtschaft und die Älpler eingesetzt, ergänzte Franz Hage vom Alp- wirtschaftlichen Verein.

Die „Älplerletze“ ist gute Tradition in der Euregio via salina. Im Wechsel wird das Fest zum Ausklang des Alpsommers in den drei Regionen der Euregio gefeiert: nach dem Tannheimer Tal (Außerfern) und dem Kleinwalsertal mit der Kanzelwand war heuer das Fellhorn als „Festplatz“ des Allgäus an der Reihe. 

Mehrere hundert Besucher ließen sich vom anfänglichen Dauerregen nicht abschrecken und erlebten schließlich einen Bilderbuchtag auf dem Berg. Noch bei Regen begann die Bergmesse im Zelt, doch mit dem Segen für die versammelte Gemeinde blitzte die Sonne hinter den letzten grauen Wolken hervor und schnell präsentierte sich die Allgäuer Bergwelt im Sonnenschein. Für Augustin Kröll, Geschäftsführer der Fellhornbahn, ist das Fest seit Jahren ein besonderer Höhepunkt unter vielen Veranstaltungen in den Oberstdorfer Bergen. 

Der Pfarrer würdigte Kröll als einen „guten Verwalter“ seiner Bergwelt, der Vieles vorangebracht habe. Immer ein offenes Ohr für die Belange der Alpwirtschaft habe Kröll in seiner langen „Amtszeit“ als Geschäftsführer der Bergbahn gezeigt, ergänzte Dr. Michael Honisch, Geschäftsführer des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu. 

Die traditionelle Schellenverlosung rundete zusammen mit dem Gemeinschafschor der Euregio-Alphornbläsergruppe und dem urigen Schellenklang der „Ischellner Churfirsten aus der Schweiz das große Fest der Älplerletze ab.

Älplerletze auf dem Fellhorn

gts

Auch interessant

Meistgelesen

Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
Barbara Holzmann kandidiert erneut für den Bezirkstag
Barbara Holzmann kandidiert erneut für den Bezirkstag
Johannes Weinberg ist schon auf Olympiakurs
Johannes Weinberg ist schon auf Olympiakurs
Kleinkunst-Förderverein "Klick" will weiter "frischen Wind" machen
Kleinkunst-Förderverein "Klick" will weiter "frischen Wind" machen

Kommentare