Transalpine 2011: Faszination Berglauf

Uwe Pfanzelt (links) und Monika Zappe wollen die Faszination Berglauf beim Transalpine-Run hautnah erleben. Foto: privat

Der Gore-Tex Transalpine-Run 2011 führt von Oberstdorf nach Latsch in Südtirol. Der KREISBOTE beschreibt die einzelnen Etappen und sprach mit einigen Teams aus dem Allgäu über die Vorbereitung und das „große Abenteuer“ Transalpine. Diesmal berichten Uwe Pfanzelt und Monika Zappe vom Mixed-Team Laufsportshop.com über ihre Vorbereitung.

Weitere 40 anspruchsvolle Kilometer und fast 2700 Höhenmeter kommen auf der dritten Etappe auf die Teilnehmer zu. Von Schruns aus geht es den Bergkämmen folgend nach Galtür in die Silvretta. Sehr steil beginnt die Etappe in Schruns, hinauf ins bekannte Skigebiet über Vorderkapell, über den Senngrat aufs Kreuzjoch. Dort oben haben die Läufer dann über 1700 Höhenmeter er-klommen. Und das auf einer Strecke von etwa 9 Kilometern. Das entspricht einer mittleren Steigung von 18 Prozent! Am Grat entlang, mit grandiosem Panorama, geht es zum Furkla. Dem Wormser Weg folgend dann über den Grat auf das Valschavieljöchle. Ab diesem Punkt verläuft die Strecke überwiegend bergab, insgesamt 15 km. Nur zwei kleine Gegenanstiege auf die Verbellaalpe und aufs Zeinisjoch sind vor der Zielankunft in Galtür zu meistern. Der KREISBOTE sprach mit dem Team Laufsportshop.com mit Monika Zappe (46), aus Germaringen und Uwe Pfanzelt (50), Krankenpfleger, vom TV Jahn Kempten. Bereits zum zweiten Mal sind sie als Mixed-Team unterwegs. Monika Zappe ist als starke Radfahrerin und als gute Bergläuferin bekannt. So belegte sie 2010 beim Alpin-Marathon in Oberstaufen den 3. Platz in der Damenwertung. Viele Fussballer können sich noch an Uwe Pfanzelts aktive Zeit beim FC Memmingen erinnern. Mittlerweile hat er sich komplett auf den Berglauf verlegt und in diesem Jahr in der Seniorenmannschaft bei den Deutschen Meisterschaften im Schwarzwald den 3. Platz belegt. Wie seid ihr zum Team geworden? Pfanzelt: Lange Zeit sind wir gemeinsam für den SVO LA Germaringen gestartet, so kennen wir uns. Nachdem mein Partner vor zwei Jahren für den Transalpine nicht mehr zur Verfügung stand, haben wir uns zusammengerauft. Beim ersten Mal hat es super geklappt, deswegen wollen wir heuer auch die Westroute gemeinsam angehen. Was fasziniert euch am meisten an dieser Art des Wettkampfes? Pfanzelt: Es ist eigentlich nicht der Wettkampf, es ist schon die Vorbereitung: Faszination Bergwelt! Einfach Laufen, immer wieder die Perspektivwechsel im Panorama und die unendliche Ruhe abseits der großen Wanderrouten. Schon im Training entdeckt man Ecken die man noch nie vorher gesehen hat. Wie sieht eure Vorbereitung denn aus? Pfanzelt: Wir beide sind seit April im Training. Im Juni haben wir eine Woche Trainingslager im Vinschgau gemacht. So konnten wir schon die beiden letzten Etappen der Strecke teilweise ablaufen. Jetzt sind wir viel in unmittelbarer Nähe unterwegs, im Vilstal, am Säuling, am Tegelberg. Wie könnt ihr euch denn immer wieder für die Vorbereitung motivieren? Pfanzelt: Das ist gar kein Problem. Täglich zieht es einem förmlich raus. Wir wechseln auch die Sportarten. Manchmal gehen wir zum Radfahren - und schon fällt auch das Laufen anschließend wieder leicht. Wie könnt ihr den Zeitaufwand der Vorbereitung mit Beruf und Familie in Einklang bringen? Pfanzelt: Meine Kollegen und mein Chef im Krankenhaus unterstützen mich in der Urlaubsplanung und bei Monika ist sowieso die gesamte Familie sportverrückt. Da sind oftmals alle sportlich unterwegs! Wo seht ihr bei der Strecke die Schwierigkeiten, auf welchen Abschnitt freut ihr euch schon? Pfanzelt: Die ersten drei Etappen sind neu aufgelegt und somit unbekannt. Darauf freuen wir uns besonders. Als sehr herausfordernd sehen wir die langen Abstiege im Verlauf der Strecke, die Anstiege liegen uns eher. Was macht ihr speziell nach einer Etappe für die Regeneration? Pfanzelt: Ganz wichtig ist viel trinken. Umziehen, Warmhalten, Kompressionsocken und dann für ein bis zwei Stunden in den Schlafsack kriechen und schlafen. Natürlich muss jeden Abend genug gegessen werden. Werdet ihr im Camp übernachten? Pfanzelt: Ja, teilweise. Es gibt nicht in allen Etappenorten ein Camp. So ein Hotelzimmer ist dann auch mal eine schöne Abwechslung zu den etwa 200 Personen im Camp, mit denen man die Nacht verbringt. Da gibt es doch den einen oder anderen Raschler und Schnarcher. Was war euer schönstes Erlebnis im Wettkampf? Pfanzelt: Die Schlussetappe im letzten Jahr. Bei Sonnenschein und wolkenlosem Himmel an den Drei Zinnen vorbei. Dazu die Gewissheit ins Ziel zu kommen. Dort standen auch Freunde und haben uns mit einem „Kurzen“ gefeiert. Das ist wirklich unvergesslich.

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