ÖPNV und Kurzzeitpflege

+
Landrat Anton Klotz (von links), Helen Schmidmeier vom Seniorenamt, Seniorenbeauftragte Gisela Bock und der Leiter der Abteilung „Mensch und Gesellschaft” im Landratsamt, Ralph Eichbauer.

Beim traditionellen Jahrestreffen der Senioren-, Familien- und Behindertenbeauftragten aller Oberallgäuer Gemeinden ging es vor allem um die Neuauflage des Sozialpolitischen Gesamtkonzeptes (SPG) für das Oberallgäu und die organisierte Nachbarschaftshilfe.

Helen Schmidmeier vom Seniorenamt, verantwortlich für das SPG, erläuterte den Zeitplan und versicherte, dass Anfang des Jahres 2020 mit der Umsetzung aus den Analysen und Erhebungen gewonnenen Vorgaben begonnen werden soll. Nachbarschaftshilfe wird in einigen Gemeinden des Oberallgäus bereits angeboten oder soll eingerichtet werden. Die Nachbarschaftshilfe in Burgberg schilderte Erika Megerle. Rainer Klose aus Betzigau und Dr. Heiner Knoch aus Waltenhofen wollen in ihren Gemeinden Nachbarschaftshilfe einrichten. In Immenstadt wird Nachbarschaftshilfe auch vom Verein „Miteinander im Oberallgäu e. V.“ angeboten. Seniorenbeauftragte Gisela Bock, die auch Vorsitzende des Vereins ist, berichtete, dass das Angebot leider nur wenig angenommen werde. „Menschen, die eigentlich Hilfe bräuchten, scheuen sich oft, dies zuzugeben und sich helfen zu lassen“, so Gisela Bock. 

Die drängendsten Probleme sahen die Seniorenbeauftragten im Oberallgäu beim unzureichenden Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), den zu hohen Fahrpreisen für ältere Menschen mit geringem Einkommen und bei der mangelnden Kurzzeitpflege. Landrat Anton Klotz bestätigte dies und erläuterte seine Vorhaben in Sachen ÖPNV: In den Landkreisen Oberallgäu, Ostallgäu und Lindau, sowie in den Städten Kempten und Kaufbeuren soll es einheitliche Fahrpreise geben. Das Ziel ist, günstige Pauschalpreise anzubieten, er strebt ein Ergebnis bis Ende des Jahres an. Er betonte auch, dass es noch „weiße Flecken“ im Oberallgäu gebe, deren Beseitigung man durch eine Steigerung des Angebots, durch kleinere Busse und vielleicht Ringlinien erreichen wolle. Auch Haltestellen, die viel angefahren werden, sollen so ausgestattet werden, dass Verspätungen gemeldet werden können. 

Zu der Frage der mangelnden Kurzzeitpflegeplätze erläuterte Landrat Klotz den Beschluss im Kreistag, dass kurzfristig die Einrichtung von festen Kurzzeitpflegeplätzen im Oberallgäu und in Kempten bei den Trägern der sozialen Einrichtungen mit einem jährlichen Betrag von 150 000 Euro bezuschusst werden soll. Er erhofft sich davon eine schnelle Verbesserung, bis eine weitreichendere Lösung bis Ende des Jahres gefunden werden wird. Die drei Beauftragten des Landkreises, Gisela Bock, Renate Specht und Günther Stangl waren sich einig, dass der Landkreis die bestehenden Probleme kennt und bemüht ist, sie zu lösen.

Auch interessant

Meistgelesen

Nathalie aus München gewinnt den TrachtenMadl-MINI!
Nathalie aus München gewinnt den TrachtenMadl-MINI!
Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
Absturz am Hindelanger Klettersteig
Absturz am Hindelanger Klettersteig
Verkehrserziehung mal anders
Verkehrserziehung mal anders

Kommentare