General-Oberst-Beck-Kaserne in Sonthofen

"Jetzt gibt es Klarheit"

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Ortstermin in der GOB mit MdB Stephan Thomae (von links) Cornelia Bodenstab (Leiterin Staatliches Bauamt Kempten), Staatssekretär Christian Schmidt und Bürgermeister Hubert Buhl.

Sonthofen - „2018 steht die neue „Burg“, der Umzug der ABC-Abwehr-Schule und Sportfördergruppe in ihr endgültiges Domizil kann dann vollzogen werden!“ Diese für die Stadt Sonthofen erfreuliche Auskunft bestätigte Verteidigungs-Staatssekretär Christian Schmidt nach einem Informationsbesuch.

Die GOB sei „keine XY-Kaserne“, so Schmidt. Sie habe vielmehr eine enorme historische Bedeutung und die Dominanz der Anlage sei in den Planungen zu berücksichtigen. Bei solch exponierten Gebäuden unter Ensembleschutz sei ein Umbau immer kostensteigernd. Dennoch habe das Finanzministerium den Planungen der zukünftigen Nutzung durch die ABC-Se-Schule und dem Brandschutzzentrum der Bundeswehr zugestimmt. Dazu habe auch das besondere Engagement der Stadt beigetragen. Die zur Zustimmung notwendigen Kompromisse seien erarbeitet worden. „Jetzt gibt es Klarheit. Seit Oktober 2012 hat die Bundeswehrreform die Stationierungsfrage gelöst“, bekräftigte Christian Schmitt. Haushaltsmäßig ist das Bundeswehrkonzept für die nächsten Jahre genehmigt. Für die GOB sei es keine billige, aber dennoch wirtschaftliche Lösung, die den Ensembleschutz der Kasernenanlage berücksichtige. Nach intensiven Gesprächen innerhalb der Ressorts werde der Umbau dennoch jetzt die „100-er-Grenze“ übersteigen, trotz der vorgesehenen Reduzierung der Baumaßnahmen. Die Stadt Sonthofen habe mit ihrem Vorschlag für ein Blockheizkraftwerk Initialzündungen der Innovation ausgelöst, obgleich sich die Realisierung wegen der heute höheren Energiestandards zerschlagen habe. 

„2018 ist der Umzug sicher“, stellte Christian Schmidt entschieden fest. Auch der ‚Bundesrechnungshof habe sich im Prüfungsverfahren positiv geäußert, so daß der Hochbaubereich sofort angegangen werden könne. „Wir bekommen in Berlin alles mit“, unterstrich er enge Verbindung zur Kreisstadt und Garnison. Auch die bevorstehenden Wahlen würden am Standortkonzept nichts mehr ändern, zeigte sich Christian Schmidt zuversichtlich. Die von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück geäußerte Absicht, die Bundeswehrreform nochmals zu prüfen, verbreite nur Unruhe und Planungsunsicherheit in der Truppe und Kommunen, kritisierte Schmidt. Christian Schmidt bedauerte, dass sein „Mitstreiter für die militärische Nutzung der Generaloberst-Beck-Kaserne“, Staatssekretär Dr. Gerd Müller, wegen eines Todesfalls in der Familie nicht dabei sein konnte. 

Auf Nachfrage bestätigte Schmidt, dass für die in die Verwaltung der BIMA (Bundesimmobiliengesellschaft) übergehenden Konversionsflächen die Planungshoheit bei der Stadt Sonthofen liege. Damit könne jetzt bereits die Nutzungsplanung für die im Jahr 2021 angedachte „Kleine Gartenschau - Stadt im Grünen“ ausgeplant werden. Für die Stadt Sonthofen wäre damit eine zweckgebundene Subventionierung in Millionenhöhe durch den Freistaat Bayern möglich, wenn sich der Stadtrat jetzt für eine Bewerbung entscheide. Bürgermeister Hubert Buhl bestätigte abschließend: „Es ist alles im Fluss“. Ein besonderes Lob erteilte er „allen beteiligten politischen Vertretern, die sich um die Umsetzung der Konversionsplanungen bemüht haben“.

Gertrude Goldner

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