Experten in eigener Sache

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Landrat Anton Klotz (von links), Helen Schmidmeier vom Seniorenamt und Ralph Eichbauer (zuständiger Leiter der Abteilung Mensch und Gesellschaft im Landratsamt Oberallgäu), ermuntern Senioren, bei der Umfage mitzumachen.

Der Landkreis Oberallgäu hat beschlossen, ein neues Seniorenpolitisches Gesamtkonzept zu erstellen.

Nachdem es im Konzept letztlich darum geht, alle Lebensbereiche von Seniorinnen und Senioren so zu gestalten, dass ein möglichst langes selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben in der eigenen Häuslichkeit möglich ist, müssen bei der Erstellung die Bedürfnisse der Senioren berücksichtigt werden.

„Um insbesondere Ihre Kenntnisse, Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse als sozusagen Hauptbetroffene im Gesamtkonzept dieser Arbeiten entsprechend berücksichtigen zu können, erhalten zahlreiche Senioren im Landkreis Oberallgäu demnächst einen vierseitigen Fragebogen“, betont Landrat Anton Klotz und bittet darum, die Befragung ausgefüllt im ebenfalls beiliegenden Freikuvert zurückzusenden.

„Angeschrieben werden hierzu 5 500 von insgesamt rund 35 000 Landkreisbürgerinnen und -bürger ab 65 Jahren“, sagt Helen Schmidmeier. Bei ihr im Seniorenamt des Landkreises laufen die Fäden zusammen. „Selbstverständlich ist diese Befragung anonym und unterliegt den Bestimmungen des Datenschutzes“, betont sie. Für die weitere Arbeit sei die Befragung sehr wichtig, denn durch sie wollen die Verantwortlichen erfahren, wo aktuelle Probleme und Defizite vorhanden sind, welche Bedarfssituationen und Wünsche bei den verschiedenen Altersgruppen beziehungsweise Gemeinden vorliegen, aber auch, welche konkreten Lösungsvorschläge gemacht und Maßnahmen ergriffen werden sollen. „Besonders wichtig ist uns bei der Erarbeitung und Ausgestaltung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts die Berücksichtigung regionaler und örtlicher Besonderheiten – und hierfür sind die Bürger die Experten in sozusagen eigener Sache“, so Schmidmeier weiter.

„Ihre Meinung ist uns sehr wichtig“, betont auch der Landrat und deswegen fordert er die Bürger zur Beteiligung auf. „Es ist in Ihrem ureigensten Interesse, diesen Fragebogen auszufüllen und zurück zu senden“, meint Klotz. Zwar sei damit ein gewisser Aufwand verbunden, dieser lohne sich dennoch, da „der Gewinn für die Ausgestaltung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts, und damit letztlich für die Senioren selbst, sehr hoch sei.“

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