Vor neuen Höhenflügen

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Etwa 3000 Zuschauer verfolgten die stimmungsvolle Eröffnung der „neuen“ Flugschanze mit Feuershow und Premierensprung.

Oberstdorf – Mit einem 184-Meter-Sprung eröffnete Karl Geiger vom Ski-Club Oberstdorf die runderneuerte Heini Klopfer-Skiflugschanze im Stillachtal. Auch wenn er beim Premierensprung gerne schon die 200-Meter-Marke geknackt hätte, sprach Geiger von einem „coolen Flug“.

Der Radius sei sehr harmonisch, hält er neue Schanzenkorde für möglich. Den alten Rekord hält der Finne Harri Olli mit 225,5 Metern.

Die Ehrengäste aus Sport und Politik verwiesen auf die Historie und der Anlage und die Bedeutung für die Region. Mit der Skiflugschanze, von denen es weltweit nur fünf Stück gibt, besitze Oberstdorf ein „Alleinstellungsmerkmal“. Bürgermeister Laurent Mies dankte allen, die den Umbau möglich gemacht und unterstützt haben: „Wir schaffen ein neues Erlebnis“. „Wir sind stolz, dass wir diese Ski­flug-Events im Oberallgäu erleben dürfen“, sprach Landrat Anton Klotz von einer „solidarischen Entscheidung mit Oberstdorf“. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, ist sicher, dass mit der Nordischen WM 2021 Oberstdorf noch mehr in den Focus des weltweiten Publikums rücken wird.

Auch, wenn der Zeitdruck enorm war, haben die Verantwortlichen es geschafft die Anlage rechtzeitig „wettkampffähig“ zu bekommen. Beim Umbau entstanden unter Anderem ein neues Schanzenprofil, neue Zuschauertribünen und ein neuer Kampfrichterturm. Umfangreiche Erd- und Elektroarbeiten wurden durchgeführt und mit einer Brücke über die Stillach der Zugang für die Zuschauer verbessert. Die Restarbeiten und der „Feinschliff“ werden erst später folgen, wie der Warteraum für die Athleten.

Heinrich Bonert

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