Zum Tag der Umwelt pflanzen die Grünen einen Streuobstbaum am Biberhof

Ein Zeichen für den Naturschutz

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Zum internationalen Tag der Umwelt haben die Vertreterinnen und Vertreter der Grünen (von links) Elfriede Roth, Michael Borth, Thomas Gehring und Ingrid Fischer einen Apfelbaum auf der Streuobstwiese am Biberhof gepflanzt.

Sonthofen – Der 5. Juni steht jedes Jahr im Zeichen der Umwelt. In Erinnerung an den ersten UNO-Weltumweltgipfel am 5. Juni 1972 haben die Vereinten Nationen und die Bundesrepublik Deutschland diesen Tag zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. Mit unterschiedlichen Aktionen wird weltweit auf ökologische Projekte aufmerksam gemacht. Auch in Sonthofen haben Vertreterinnen und Vertreter der Partei Bündnis 90 / Die Grünen eine Pflanzaktion organisiert.

Michael Borth, Stadtrat von Sonthofen und Ingenieur für Landschaftsplanung betont zu Beginn der Aktion am Biberhof, dass jeder Streuobstbaum ein Juwel für die Natur sei. Laut Landesamt für Landwirtschaft gab es in den 60er Jahren in Bayern noch rund 20 Millionen Streuobstbäume, heute sind nur noch ein Viertel davon übrig. Dabei sind gerade Streuobstwiesen aus Sicht des Naturschutzes sehr wertvoll. Sie sind Lebensraum für mehr als 5 000 Pflanzen- und Tierarten.

Am Biberhof dürfen sich die Bienen jetzt über einen weiteren Obstbaum freuen. Denn neben den bereits bestehenden 17 Bäumen, haben der Landtagsabgeordnete Thomas Gehring, die Zweite Bürgermeisterin Ingrid Fischer, Stadt- und Kreisrätin Elfriede Roth und Stadtrat Michael Borth einen weiteren Baum gepflanzt.

Ingrid Fischer hat sich vorgenommen regelmäßig nach dem frisch gepflanzten Apfelbaum zu schauen. „Gießen müssen wir erstmal nicht, dass übernimmt die Natur im Moment ja selbst“, schmunzelt die Zweite Bürgermeisterin während sie gemeinsam mit Thomas Gehring bei starkem Regen das Loch für den Apfelbaum aushebt.

Thomas Gehring hatte sich im letzten Jahr besonders für das Volksbegehren zur Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern eingesetzt. Ein entsprechendes Gesetz ist im August 2019 in Kraft getreten. Es beinhaltet unter anderem den Ausbau des Biotopverbundes in Bayern, die Ausweitung des Schutzes hochwertiger Lebensräume, die Ausweitung der Naturschutzförderprogramme, mehr Arten- und Umweltschutz und die Bewusstseinsbildung zum Naturschutz. Mit dem Biberhof trägt die Stadt Sonthofen zu diesem Auftrag bei. „Artenvielfalt und Naturschutz darf nicht nur auf die Bauern abgewälzt werden, auch die Kommunen müssen ihren Beitrag leisten“, betont Thomas Gehring. „Außerdem ist der Biberhof ein Ort der Begegnung – barrierefrei für alle Generationen“, so Gehring weiter. Ab September wird es dort einen Waldkindergarten geben. Die Tenne kann für Ausstellungen, Seminare und Feiern bei der Stadt Sonthofen gemietet werden. Bänke, Grillplätze und Spielbereiche laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Seit 2012 wird der ehemalige Hof in einem Hochwassergebiet mit viel bürgerschaftlichem Engagement umgestaltet. Mit seinem Bachlauf, Wiesen, Bäumen und Scheune ist er ein idealer Lernort für Kinder und Jugendliche, um unmittelbare Naturerfahrungen zu sammeln und zu lernen, wie man die Umwelt schützen kann. Gleichzeitig dienen die Flächen weiterhin als Retentionsraum und können durch Hochwasser überschwemmt werden.

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