"Umzug birgt Chancen"

Zum letzten Mal fand der traditionelle „Feldjägertag“ der Schule für Feldjäger und Stabsdienst in der Generaloberst-Beck-Kaserne statt. Dabei standen die Zeichen schon ganz auf „Umzug“ und der Blick war in die Zukunft gerichtet: Der Umzug nach Hannover, der Mitte des kommenden Jahres stattfindet, sei als „Chance“ zu sehen, so Oberst Hubert Katz, so schmerzhaft der Abzug aus der „Burg“ und der Stadt Sonthofen auch für viele sei.

Der Kommandeur der Schule für Feldjäger und Stabsdienst sieht im Umzug in die neue Kaserne in Hannover „viele Chancen“ für die Schule: „Schließlich haben wir unser neue Heim von Anfang an so mitgestaltet, dass es uns hervorragende Bedingungen für die Lehre und das Lernen bietet.“ Der Umzug wird auch das Ende der Feldjäger-Tage in Sonthofen mit sich bringen. In den vergangenen 50 Jahren habe die Schule auch „die Region geprägt und tiefe Wurzeln geschlagen“, sei gewachsen und habe Veränderungen erlebt und stürmische Jahre überstanden, sagte Katz weiter. Heute sei die Schule „ein Markenzeichen für qualitativ hochwertige und professionell auf die Zukunft gerichtete Ausbildung. Oberst Hubert Katz ist sicher, dass die Schule „neue Wurzeln schlagen“ und das neue Zuhause in einem „immer wieder kehrenden Kreislauf“ mit Leben erfüllen wird. „Es liegt in unserer Hand, unserer neuen Kaserne eine Seele zu geben, ihr Leben zu verleihen“, richtet Katz den Blick auf die „neue und spannende Zukunft in Hannover“. Auch der General der Feldjägertruppe, Oberst Paul-Heinrich Erdmann, unterstrich, das der Umzug der Schule ein „neues Kapitel in der Geschichte der erneuerten Feldjägertruppe einläute. Erdmann ging auch auf den wenige Monate zurückliegenden Zwischenfall in Aghanistan ein, wo bei einem Einsatz von Feldjägern der Bundeswehr Einheimische ums Leben kamen. Er, Erdmann, habe keine Zweifel, dass die Feldjäger in der speziellen Situation „nachvollziehbar handelten“, und ihnen kein Vorwurf zu machen sei. Der Fall müsse einerseits „rückhaltlos aufgeklärt“ werden. Andererseits müsse sowohl für Betroffene als auch die Soldaten Rechtsschutz und Fürsorge selbstverständlich sein. Der „eigentliche Auftraggeber, nämlich die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland“ dürfe bei solchen Lagen „nicht unangenehm berührt wegsehen“ und am liebsten nicht zur Kenntnis nehmen. Oberst Erdmann wurde im Rahmen des Appells zum Feldjägertag nach über 40 Dienstjahren aus der Feldjägertruppe verabschiedet. Seit Oktober 2001 war Oberst Erdmann der ranghöchste Feldjäger der Bundeswehr.

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