Verantwortung für die Region

Ein straffes Programm hat sich der CSU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Dr. Gerd Müller verordnet: In den Wochen von Mitte August bis Ende September will er alle 48 Städte und Gemeinden seines Wahlkreises besucht haben. Dabei versteht Dr. Müller seine „Müller Tour 2009“ nicht als übliches Abklappern von Veranstaltungen: Ein „lernender Wahlkampf“ soll vielmehr dem direkten Gespräch dienen und Interesse an Politik wecken. Ein Höhepunkt: Am Sonntag, 20. September, kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Lindau.

Schützenhilfe in diesem Wahlkampf erhofft sich Dr. Gerd Müller von der Jugend. Mit „Gerds Team“ hat die CSU im Wahlkreis mehr als 70 junge Leute rekrutiert, die die „Müller Tour 2009“ unterstützen und begleiten. Dabei, so die Idee, gehe es nicht um Plakatekleben oder das Verteilen von Handzetteln. „Das ist eine Politik-Werkstatt, die den Blick hinter Kulissen erlaubt und jungen Leuten zeigen soll, dass Politik mit Gestalten und Erleben zu tun hat“, sagt Dr. Müller. Gerds Team sei keine CSU-nahe Clique, sondern offen für alle, die sich für politische Ereignisse interessierten, betont der Abgeordnete weiter. Eine CSU-Mitgliedschaft brauche es nicht. Der Start der „Müller Tour 2009“ war für den Bundestagsabgeordneten Anlass einer Bilanz - nach 15 Jahren als Allgäuer Abgeordneter im Deutschen Bundestag. „Die vergangenen vier Jahre haben Spaß gemacht“, beschreibt der Parlamentarische Staatssekretär in der Bundesregierung die Zeit der Koalition. „Wir konnten viel bewegen.“ Politik sei immer Teamarbeit. „Ein Einzelner ist verloren.“ Gute Unterstützung sei ihm aus der Region und dem Land zugeflossen. Müller kann / muss für sich in Anspruch nehmen, das einzige Regierungsmitglied aus Schwaben zu sein, aus dem Allgäu. Er leitet daraus auch eine „hervorgehobene Verantwortung für die Region“ ab. „Diese Verantwortung will ich auch in Zukunft wahrnehmen“, beschreibt der Abgeordnete sein Ziel, auch nach der Bundestagswahl „Mitglied im zweiten Kabinett der Bundeskanzlerin Merkel“ zu bleiben. Er strebt „ein prima Ergebnis“; das werde registriert, so Müller. Das Allgäu sei eine der Aufsteigerregionen Bayerns und Deutschlands, wenn nicht d i e Aufsteigerregion, so Gerd Müller in seiner Bilanz der vergangenen 15 Jahre. So sei es gelungen das Kapitel B19-Neubau abzuschließen. Die einstige Staustrecke zwischen Waltenhofen und Immenstadt sei bald passé. Aber man dürfe nicht verkennen, ergänzt der Abgeordnete, ohne CSU gäbe es die neue B 19 nicht. Das selbe gelte für die Umfahrung von Isny oder den Ausbau der A96, oder den Flughafen Memmingerberg. Diese schnellen Verbindungen eröffneten der Wirtschaft und den Menschen in der Region neue Chancen. „Wir sind hier gut aufgestellt“, bringt Müller seine aktuelle Einschätzung auf den Punkt. Vieles wäre ohne die CSU nicht erreicht worden. „Deshalb braucht es weiter eine starke CSU, damit unsere Region Einfluss und Gewicht in Berlin hat“, betont Gerd Müller. Lange Diskussionen seien eine Sache; doch dann gelte es Entscheidungen zu fällen und umzusetzen. Wesentliche Eckpunkte der zukünftigen Entwicklung sieht Müller in der Bildung, wo „neue Anstrengung“ wichtig sei, um Eltern zu unterstützen. Keine andere Partei in Deutschland setzte sich wie die CSU für die Bauern ein. „Kein Meter Wiese darf in der Bewirtschaftung verloren gehen“, appelliert Müller. Die CSU tue alles, was machbar sei, um die Grünlandwirtschaft zu fördern. Sicher ist Müller, dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie komme. Das sei unerlässlich, um den Tourismus zu stärken. Das Allgäu, der Alpenraum, müsse mehr denn je zur Gesundheitsregion werden, fordert Müller weiter. Hier sieht er gute Ansätze, die ausgebaut werden müssen. Ein straffes Programm steht dem Bundestagskandidaten jetzt bevor: Bis Ende September sind rund 60 Wahlkampfveranstaltungen zu absolvieren. Nicht abzuhaken, sondern im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu nutzen, zu lernen und zu verstehen. „Politik ist eine der spannendsten Aufgaben, die es gibt“,meint Dr. Gerd Müller. Er will in allen 48 Gemeinden des Wahlkreises einmal präsent sein. Höhepunkt der Tour soll der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 20.September in Lindau sein. Einen Bundeskanzler in der Region habe es seit Jahrzehnten nicht gegeben, zeigt sich der CSU-Abgeordnete ein wenig stolz auf diesen Coup. Teil der Müller Tour 2009 ist auch „Gerds Team“. Diese „Politik-Werkstatt“ will junge Menschen für Politik interessieren – über die Zeit des Wahlkampfs hinaus. Und: Es sei keine CSU-Truppe. Eine Mitgliedschaft sei nicht notwendig. „Politik ist gestalten und erleben – nicht nur Betroffensein“, sagt Müller übe die Ziele von Gerds Team. „Eine Möglichkeit der Ohnmacht zu begegnen.“ Das Team setzt auf moderne Medien, um Politik „rüber zu bringen“.

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