685 Jahre Gewerkschaftsarbeit

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ver.di-Bezirksvorstand Phillipp Kyewski (von links) mit den Jubilaren K.-H. Petermann (55 J.), Magnus Greiter , Andreas Rößle (beide 60 Jahre), Roland Kunzmann, Manfred Müller, Walter Kopczak (alle 50 J.), Lore Baumann (65 J.), Walter Wilhelm (50 J.), Fritz Gentner (55 J.), Roswitha Besler (25 J.), Cilli Stich (40 J.), Rosi Ehlen-Orlando (Vorstand), Edeltraud Plötzner (25 J.), Günter Renger (40 J.), Johann Fleschutz (55 J.), und dem Stellvertretenden Bezirksgeschäftsführer Manfred Heeb.

Immenstadt - Der ver.di Ortsverein Oberallgäu konnte vor Kurzem eine Reihe von Jubilarinnen und Jubilaren für deren langjährige Treue danken: Auf insgesamt 685 Jahre Gewerkschaftsmitgliedschaft kamen die Ausgezeichneten.

Der Stellvertretende Bezirksgeschäftsführer, Manfred Heeb, forderte in seinem Referat mehr soziale Gerechtigkeit. Der neu gewählte Vorsitzende Phillipp Kyewski dankte den Jubilaren für ihre jahrelange Treue: „Bei allen Schwierigkeiten haben sich die Arbeitsbedingungen gegenüber der Zeit der Gründung von Gewerkschaften massiv verbessert. Hierzu haben die heute zu ehrenden Kolleginnen und Kollegen in erheblichen Maße durch ihrer jahrelange Mitgliedschaft, oftmals verbunden mit großem betrieblichem Einsatz, beigetragen!“ Das Thema Gerechtigkeit war Hauptthema im Referat des stellvertretenden Bezirksgeschäftsführers von ver.di Allgäu, Manfred Heeb. Der Sozialstaat als Garant für Freiheit und Frieden sei weiter gut finanzierbar: „Geld ist genug da, es ist Zeit für Gerechtigkeit“, betonte er nachdrücklich. Allerdings sei die Umverteilung „von unten nach oben“ in vollem Gange. Der Reichtum konzentriere sich auf Wenige, für die Staatschulden sollen aber die vielen anderen in die Pflicht genommen werden. Heeb verwies darauf, dass heute Arbeitnehmerhaushalte durch politisch gewollte Fehlentwicklungen wie Niedriglöhne, Minijobs, Leiharbeit, aber auch Tarifflucht weniger Geld zur Verfügung haben. Er forderte die Politik auf, umzusteuern. Es dürfe nicht bei den unteren und mittleren Einkom- men sowie bei den Rentnern gekürzt werden. Gerade die Reichen im Land, die über Jahre hinweg von Steuergeschenken profitiert haben und es sich leisten können, müssten einen Beitrag zur Senkung der Schulden erbringen. Ver.di werde, so kündigte Manfred Heeb an, die anstehenden Landtags- und Bundestagswahl intensiv nützen, um die Kandidatinnen und Kandidaten und die Parteien massiv mit dem Thema soziale Gerechtigkeit zu konfrontieren. Höhepunkt des Abends war die Ehrung der anwesenden Jubilare: Insgesamt 685 „Gewerkschaftsjahre“ waren versammelt und wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Lore Baumann war an diesem Abend die Gewerkschafterin mit der längsten Zugehörigkeit. Sie kann auf 65 Jahre Gewerkschaftszeit zurückblicken. Insbesondere mit Blick auf die Jubilare, deren Gewerkschaftseintritt länger als 50 Jahre zurückliegt, wies Phillipp Kyewski auf ihre Verdienste im Aufbau eines demokratischen Rechtsstaates und der sozialen Marktwirtschaft hin.

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