Großes Engagement

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Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert (links) zeichnete Barbara Holzmann mit der Kommunalen Verdienstmedaille aus.

Oberallgäu - Fachwissen verbunden mit Herzblut – das macht ihr inneres Engagement aus. Und wenn sie dann noch ihre „freundliche Penetranz“ an den Tag legt, dann ist ihr Wirken für die Menschen mit Psychiatrieerfahrungen (meist) von Erfolg gekrönt.

Jetzt bekam Barbara Holzmann von Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert die vom Freistaat verliehene Kommunale Verdienstmedaille in Bronze überreicht. „Sie haben viel erreicht für die Menschen in Schwaben“, hob Reichert in seiner Laudatio hervor. „Daher ist diese Auszeichnung richtig, wichtig und ein persönlicher Dank an Sie!“  

Als Ort der Übergabe wünschte sich die engagierte Sozialpädagogin und Politikerin das Werkhaus des Sozialpsychiatrischen Dienstes (SPZ) der Diakonie Kempten Allgäu im Allmey 18 in Kempten. Vor allem das Holzprojekt hat es ihr angetan. „Das ist der Bereich, für den ich stehe, die Weiterentwicklung von Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Erkrankungen“, zeigte sich die Leiterin des SPZ im Oberallgäu auch hier wiederum authentisch. 

„Eigentlich wird die Medaille vom Bayerischen Staatsminister des Innern frühestens nach 20 Jahren verliehen“, schmunzelte der Bezirkstagspräsident bei der Übergabe. „Doch aufgrund Ihrer vielfältigen Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung erhalten Sie diese Ehrung bereits ein Jahr früher.“ Vorgeschlagen hatte sie dazu der Bezirk selbst. Jürgen Reichert lieferte nur zu gern die Begründung: „Über viele Jahre sind Sie ehrenamtlich kommunalpolitisch engagiert – immer mit einem besonderen Einsatz für Menschen mit psychischer Erkrankung, Menschen mit Behinderung und anderen sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen.” 

Seit 1984 ist Holzmann für die Grünen Mitglied im Schwäbischen Bezirkstag. Damit zählt die 53-Jährige zu den drei Dienstältesten Bezirksräten überhaupt. Zudem ist sie in verschiedenen Ausschüssen und fachpolitischen Kreisen engagiert – „überall da, wo sinnvolle Hilfen initiiert und umgesetzt werden können“, so Reichert. „denn Sie wissen, worum es geht!“ „Im Bezirkstag geht es in der Auseinandersetzung größtenteils um die Sache. Da ist politisches Handeln über Partei- grenzen hinaus möglich“, vermittelte Holzmsnn einen Einblick in die Bezirkstagsarbeit. 

Obwohl ihre Fraktion nur zwei von 26 Räten ausmache, fühle sie eine gestalterische Kraft, wisse sie ihre Anliegen ernst genommen. Auch für die kommende Wahlperiode hat sie sich wieder aufstellen lassen. Schwerpunkte ihrer Arbeit im Bezirk sind unter anderem die Psychiatrie, die Mitarbeit im Sozial-und Psychiatrieausschuss und die Arbeit im Fachausschuss Psychiatrie im Verband der Bayerischen Bezirke.

mori

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