Probelauf für eine Insel

Verkehrsinsel soll Richard-Wagner-Straße sicherer machen

Verkehrsinsel in der Richard-Wagner-Straße in Sonthofen
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Probezeit für Verkehrsinsel in der Richard-Wagner-Straße
  • vonJosef Gutsmiedl
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Sonthofen — In der Richard-Wagner-Straße ist seit März testweise eine Verkehrsinsel installiert. Über ihre Sinnhaftigkeit besteht keine einstimmige Meinung.

In der Richard-Wagner-Straße wird mittels einer provisorischen Querungshilfe untersucht, ob der Straßenabschnitt am Landratsamt sicherer für Fußgänger und Radler werden kann. „Verkehrslenkung und Entschleunigung“ versprechen sich die Initiatoren der im März installierten Querungshilfe auf Höhe der Bäckerei Härle.

Verkehrsinsel vor Landratsamt

Sowohl bei der Polizei als auch bei den zuständigen Stellen im Landratsamt und der Stadtverwaltung war immer wieder beobachtet worden, wie Fußgänger trotz der 50 Meter entfernten Ampel „nur mal schnell über die Straße“ gelangen wollten.

„Und die Richard-Wagner-Straße ist in diesem Bereich recht breit“, stellt Oliver Spaeth, Leiter des Fachbereichs Verkehr bei der Sonthofer Stadtverwaltung, fest. Abbiegespuren an der Kreuzung Oberallgäuer Platz verschärfen das Gefahrenpotenzial. Schnell auf die andere Seite zu kommen, ist hier mitunter gar nicht so leicht.

Querungshilfe auf Höhe der Bäckerei Härle

Gefährliche Situationen waren offenbar an der Tagesordnung. Handwerker parkten ihr Fahrzeug am Straßenrand, um schnell mal vis-a-vis ihre Brotzeit in der Bäckerei zu holen. Kunden der anderen Geschäfte wollten – ebenfalls schnell und ohne „Umweg“ – zur Bushaltestelle am Landratsamt gelangen.

Auch wenn es nach der Aufstellung der provisorischen Verkehrsinsel einige kritische Stimmen gab, dass man das leichtfertige Überqueren der Straße sogar provoziere, werde das Angebot „super angenommen“, so Spaeths Beobachtung.

Verkehrsinsel könnte Unfälle vermeiden

Der Vorstoß soll zudem erst einmal ein Versuch sein, um zu sehen, ob die „Insel“ in der Straßenmitte an der optimalen Stelle platziert ist. „Baulich ist ja noch nichts fix. Womöglich eignet sich eine andere Stelle besser“, meint Spaeth. Der Versuch laufe auch keine zehn Jahre, ergänzt er. Eine entschleunigende Wirkung sei jedenfalls klar zu erkennen. In wenigen Jahren werde die Straße ohnehin saniert. Dann könne man die Erfahrungen aus dem Versuch nutzen.

Die Tücken breiter Straßen zeige sich auch in der Eichendorffstraße auf Höhe der Fußgängerunterführung beim „Milchwerk“, weiß Oliver Spaeth. Dort gab es im vergangenen Jahr sogar einen tödlichen Unfall einer Radlerin. Er könne sich eine Querungshilfe auch hier gut vorstellen.

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