Sonthofen von oben

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Michael Frommknecht (Leiter des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Immenstadt) mit 1. Bürgermeister Christian Wilhelm und der Leiterin des Hauptreferats, Petra Wilhelm.

Sonthofen – Über ein aktuelles, detailgetreues Luftbild von Sont­hofen konnte sich kürzlich Sonthofens 1. Bürgermeister Christian Wilhelm freuen. Michael Frommknecht, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Immenstadt überreichte der Stadt ein Exemplar.

Aktuelle Luftbilder, die im Sommer 2015 „geschossen“ wurden, können jetzt beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Immenstadt und in der Außenstelle Kempten erworben werden. Ein Luftbild der Stadt Sonthofen wurde vom Leiter des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Immenstadt, Michael Frommknecht, an Sonthofens 1. Bürgermeister Wilhelm, überreicht.

Im Turnus von drei Jahren fliegen beauftragte Bildflugfirmen in einer Höhe von rund 2 000 Metern jeweils ein Drittel Bayerns ab. Im Jahr 2015 war unter anderem Schwaben und somit die Landkreise Oberallgäu, Lindau und die Stadt Kempten an der Reihe. In einem aufwändigen Rechenverfahren werden die Luftbilder mit der Flurkarte verknüpft. Dabei wird den Bilddaten ein dreidimensionales Geländemodell hinterlegt. Diese Kombination macht es möglich, ein entzerrtes und maßstabgetreues Luftbild herzustellen: eben das so genannte Orthofoto. Im Orthofoto sind schon Gegenstände von etwa 20 Zentimeter Ausdehnung erkennbar.

Orthofotos bilden inzwischen eine wichtige Grundlage bei Planungen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik, sei es bei Bauplanungen, der Planung von Verkehrswegen oder zur Aufdeckung denkmalschutzrelevanter Tatbestände. Die Aufnahmen aus den Luftbildflügen dienen als Grundlage für alle Luftbildprodukte des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Die „digitalen Orthofotos“ sind maßstabsgerechte Luftbilder. Die Auszüge können mit und ohne Grundstücksgrenzen in den Maßstäben 1:1000, 1:2000 oder 1:5000 gedruckt werden. Ein Ausdruck im DIN A 3-Format kostet 15 Euro. Den Bürgern werden diese Luftbilder unter www.bayernatlas.dekostenlos im Internet verfügbar gemacht. Hier ist die Kombination mit der amtlichen Flurkarte ebenso möglich wie die 3-D Darstellung der Gebäude auf den Uraufnahmekarten des 19. Jahrhunderts.

Die Luftbilder werden im 1975 eingerichteten Landesluftbildarchiv aufbewahrt. Das Landesluftbildarchiv verfügt über 750.000 Luftbilder aus der Zeit seit 1941 bis heute. Die ältesten Luftbilder stammen aus dem Zweiten Weltkrieg von Aufklärungsflügen der Alliierten. Historische Luftbilder können am Landesamt für Vermessung und Geoinformation in München, Telefon 089/2129 1111, bezogen werden. Infos unter www.adbv-immenstadt.de.

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