Voith-Belegschaft schickt 517 Luftballons an die Konzernleitung in Heidenheim

"Luftpost für Heidenheim"

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An jedem der 517 Luftballons hing eine von einem Kind bemalte Karte.

Sonthofen – Um die dritte Streikwoche am Voith-Werk in Sonthofen einzuleiten, fanden am vergangenen Freitag mehrerer Aktionen der IG Metall und der Voith-Belegschaft statt. Ab 12 Uhr ließen jede Stunde jeweils 50 Kinder Luftballons steigen. An jedem Luftballon hing eine selbst geschriebene oder gemalte Botschaft.

Unter dem Motto „Luftpost für Heidenheim“ schickten die Kinder der Streikenden insgesamt 517 Luftballons an die Konzernleitung in Heidenheim. „Wir wollen zeigen, dass wir wirklich alle möglichen Kommunikationswege nutzen, um die Geschäftsführung in Heidenheim von ihrem Irrweg abzubringen“, kommentiert Carlos Gil, Streikleiter vor Ort, die bunte Aktion. 

Luftpost für Heidenheim

 © Sabine Tulachan
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„Es geht eben nicht nur um 500 Arbeitsplätze, es geht um 500 Familien, denen Voith hier die Existenzgrundlage ohne Not vernichtet!“ so Carlos Gil weiter. 

Noch am selben Tag gab es eine weitere Aktion der Gewerkschafter. Am Freitagnachmittag wurde dem Streikleiter Carlos Gil von einer Abordnung der Knappengruppe Burgberg vor einer ehemaligen Erzgrube der Steigerstab ehrenhalber verliehen. Die Knappen wollten mit der Aktion ihre Solidarität mit den Streikenden betonen und zeigen wie tief in der Sonthofener Geschichte die „Schmitte“, wie das heutige Voith-Werk am Ort genannt wird, verwurzelt ist. 

Bereits im Oktober 2019 hatte Voith seine Schließungspläne für das Werk in Sonthofen bekannt gemacht. Das Werk produziert Spezialgetriebe, erreichte in 2019 seine Umsatzziele und schreibt schwarze Zahlen. Dennoch soll die Produktion an andere Standorte verlagert werden, um Kosten zu sparen. Seitdem kämpfen IG Metall und Voith-Belegschaft für den Erhalt des Werkes und von rund 500 Arbeitsplätzen.

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