Mit Volldampf zur Uni

Bürgermeister Hubert Buhl (von links) ist wie Peter Eisenlauer und Dieter Friede überzeugt, dass die BOS eine Bereicherung der schulischen Angebote im südlichen Landkreis ist. Foto: Josef Gutsmiedl

Das Angebot der schulischen Möglichkeiten im südlichen Landkreis könnte schon bald um eine wichtige Ergänzung bereichert werden. An der Staatlichen Fachoberschule in Sonthofen soll noch in diesem Jahr eine Berufsoberschule eingerichtet werden. Schüler mit „Mittlerer Reife“ und abgeschlossener Berufsausbildung können hier in zwei Jahren zum Fachabitur oder

zur allgemeinen Hochschulreife kommen. Bewerber können sich vom 21. Februar bis 4. März anmelden. Eine erste Abfrage an der Berufsschule habe „großes Potenzial“ für den neuen Schulzweig „Berufsoberschule“ (BOS) ergeben, sagt Dieter Friede, Leiter der Berufsschule Immenstadt und der Fachoberschule Sonthofen. Jetzt komme es darauf an, genügen ernsthalte Interessenten zur Anmeldung zu bewegen, damit schon im Herbst die neue BOS starten kann. Mindestens 16 Schüler sollen es sein, damit eine Klasse zustande kommen kann. „Ein Studium hängt nicht vom Gymnasium ab“, betont Peter Eisenlauer, Stellvertretender Schulleiter der Fachoberschule Sonthofen. Der Weg über die Berufsausbildung und die anschließende BOS sei vielmehr „ein attraktiver Weg zum Abitur und Studium“, so Eisenlauer. Weder Friede noch Eisenlauer sehen die Einrichtung einer Berufsberschule in Sonthofen als Konkurrenz zur bestehenden BOS in Kempten. Im Gegenteil: Die BOS im südlichen Landkreis sei eine optimale Ergänzung des Angebotes. „Das ist die einzige Schulart, die kräftig wächst“, weiß Dieter Friede. Die BOS mit Einstieg in der 12. Klasse biete ein „knackiges Programm“, sagt Eisenlauer: 36 Wochenstunden mit Schwerpunkt in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Über einen Vorkurs (berufsbegleitend) oder eine Vorklasse sollen die Schüler für die zweijährige BOS fit gemacht werden. Hier kann auch der Mittlere Bildungsabschluss nachgeholt werden. Richtig „ran“ geht es dann in der 12. und 13. Jahrgangsstufe. Die BOS bietet hier drei Zweige an mit Technik, Wirtschaft und Verwaltung, sowie Sozialwesen. Am Ende der 12. Klasse können Schülerinnen und Schüler freiwillig die Fachabiturprüfung ablegen. Der Besuch der Jahrgangsstufe 13 schließt mit der fachgebundenen Hochschulreife ab. Werden die notwendigen Kenntnisse einer zweiten Fremdsprache nachgewiesen, kann die allgemeine Hochschulreife erlangt werden. Auch Sonthofens Bürgermeister, Hubert Buhl, begrüßt die Abrundung, selbst wenn auf die Stadt als Sachaufwandsträger der Fachoberschule Kosten zukämen. „Das Notwendige wird gestellt, Wünschenswertes wenn möglich auch“, deutet Buhl ein verlässliches Engagement der Kreisstadt an. Das Angebot einer Berufsoberschule sei wertvoll und „von Bedeutung für die Stadt und die Region“, so Buhl. Einschreiben an der neuen BOS in Sonthofen können sich Bewerber vom 21. Februar bis 4. März. Ab sofort sind weitere Informationen zur Berufsoberschule sowie Anmeldfeformulare im Internet der Fachoberschule unter www.fos-sonthofen abrufbar.

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