Die Grüntenhalle zum Beben bringen

Volleyballerinnen des TSV Burgberg hoffen auf baldigen Neustart

Anna, Franziska und Katja
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Anna (von links), Franziska und Katja hoffen auf einen baldigen Neustart des Trainings- und Spielbetriebes.

Burgberg – Die junge Volleyball-Mannschaft der „Mountain Volleys” beim TSV Burgberg lässt sich vom Lockdown für den Spiel- und Trainingsbetrieb nicht zurückwerfen. Online wird das Training so gut es geht fortgesetzt, und alle Mädchen sind „hungrig” darauf, den Sport in der Halle wieder zu beginnen. Wir sprachen mit den Schwestern Anna und Katja (TSV Burgberg - AXA Eder Volleys Burgberg), sowie Franziska Hilbrand vom TSV Sonthofen.

Wie fühlt sich der mehrmonatige (Volleyball-)Lockdown für euch an?

Anna, Katja und Franzi: Wir sind genervt. Die Ungewissheit, wann wir endlich wieder angreifen und unser Team sehen dürfen, macht diese Zeit für uns nicht leicht.

Wie war eurer Saisonstart im Herbst 2020 trotz massiver Corona-Beschränkungen?

Anna und Katja: Wir waren alle heiß auf das Abenteuer als Aufsteiger in die Bayernliga. Da bereits die Saison 2019/2020 abgebrochen worden war, und wir unser letztes Spiel nicht spielen durften, freuten wir uns alle, dass es endlich wieder los gehen konnte. Da war Corona zunächst vergessen. Aber wir merkten schnell, dass es einiges mehr zu regeln und managen gab. Hygienekonzepte erstellen und umsetzen, Helfer bei Heimspielen zum, Beispiel für die Kontrolle der Personenanzahl in der Halle und anderes mehr. Da geht ein großer Dank an Sam und HP. Die Beiden haben da viel Zeit und enorme Energie rein gesteckt.

Wie liefen eure Spiele in der Bayernliga?

Anna: Wir konnten leider nur vier Spiele bestreiten. Zwei Spiele haben wir gewonnen. Für uns ist das ein riesengroßer Erfolg.

Katja: Die Stimmung unserer Fans an Heimspielen war unbeschreiblich. Schade, dass es so kurz war.

Wie haltet ihr euch als Team während des Lockdown fit?

Anna und Katja: Ein Wechsel zwischen Ausdauer- und Krafttraining, ergänzt durch zweimal wöchentlich stattfindendes Online-Training mit dem Team und Trainingsplänen von unserem Coach Robin Wirth.

Franzi: Der TSV Sonthofen hat uns auch zweimal pro Woche ein Online-Training angeboten.

Wie wichtig ist es für euch, dass ihr drei Schwestern zusammen Sport macht?

Anna, Katja und Franzi: Wir motivieren uns gegenseitig. Wir halten uns zusammen mit joggen, Bergtouren und Workouts vom Lutz „Fabians Box“ fit.

Wie verbringt ihr die Zeit ohne Ball in der Hand?

Franzi, Anna und Katja: In der Küche wird der Salatkopf mal schnell zum Ball und erleidet ein Schleudertrauma. Wir versuchen auch, Bestzeiten auf einen Gipfel zu erreichen. Aber ein richtiger Volleyball und die dazugehörigen Spielzüge auf dem Spielfeld fehlen schon sehr.

Welche positiven Effekte bringt euch der Lockdown?

Anna: Da es weniger feste Trainingszeiten und leider keine Spieltage gibt, können wir unseren Alltag flexibler gestalten.

Katja: Ich nutze die Zeit um mich auf mein Staatsexamen in zwei Monaten vorzubereiten.

Franzi: Ich kann mich besser auf mein bevorstehendes Abitur im Juni vorbereiten.

Was vermisst ihr durch die Beschränkungen am meisten?

Anna und Katja: Die gemeinsame Zeit als Team. Wir sind nicht nur auf dem Volleyballfeld eine Mannschaft, auch außerhalb der Halle haben wir sehr viel gemeinsam gemacht. Unserer letzter größerer Ausflug war im Juli Wasserskifahren. Im Oktober hatten wir noch ein Auswärtsspiel in München und haben dort gemeinsam übernachtet. Solche Dinge fehlen uns am meisten.

Franzi: Ich vermisse das gemeinsame Zocken und Spielen. Ich freue mich jetzt schon wieder auf richtig gute Spielzüge und darauf, den Gegner mit meinem Team schwindlig zu spielen.

Wie geht es für euch weiter?

Anna und Katja: Da der Bayerische Volleyballverband (BVV) im Januar unsere Saison abgebrochen und beendet hat, hoffen wir im Herbst auf einen Neustart in der Bayernliga.

Franzi: Ich konnte mit meinem Team aus Sonthofen nur ein Spiel in der Landesliga spielen. Dies haben wir 3:1 gewonnen. Ich wünsche mir auch einen erneuten Start mit meinem Team. Und sobald das Wetter und die Coronavorschriften es erlauben, hoffen wir auf Volleyballstunden draußen im Sand. Im Normalfall werden wir gegen August / September wieder in der Halle loslegen.

Worauf freut ihr euch am meisten, wenn das Volleyballspielen in der Halle wieder erlaubt wird?

Anna und Katja: Wir freuen uns natürlich auf das Team. Darauf alle wieder auf einmal zu sehen. Darauf endlich wieder zusammen unsere nächsten Events und Aktivitäten zu planen und natürlich darauf die Grüntenhalle mit unseren Fans zum Beben zu bringen.

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