Vorbereitungen für Umbau

Runderneuerung der Materialseilbahn zum Prinz-Luitpold-Haus

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Die Sanierung der Bergstation der Materialseilbahn zum Prinz-Luitpold-Haus ist der „Vorlauf“ zum Umbau im kommenden Jahr.

Bad Hindelang – Sie ist die Versorgungsader des Prinz-Luitpold-Hauses im Hintersteiner Tal: Über die Materialseilbahn gelangen fast täglich Lebensmittel und Getränke vom Tal hinauf zur Alpenvereins-Hütte auf 1849 Meter Höhe. Nun wird die in die Jahre gekommene Bergstation der Bahn saniert.

Vor allem die marode Tragkonstruktion des Gebäudes hatte die Alpenvereinssektion Allgäu-Immenstadt, der das Prinz-Luitpold-Haus gehört, dazu bewogen, die Arbeiten anzugehen. Dabei arbeiteten Hüttenwirt Christoph Erd, Hüttenreferent Kilian Huber und die Immenstädter Zimmerei Kehl Hand in Hand und schufen in einem logistischen Kraftakt ein runderneuertes Gebäude. Fast das gesamte Material für die Gerüste und den Bau wurde natürlich standesgemäß mit der Seilbahn befördert.

Neben der Tragkonstruktion erneuerten die Arbeiter auch die teils in den langen Schneewintern verrottete Außenverkleidung – und sie schufen ein neues Sonderzimmer, in dem künftig Wanderer übernachten können, die mit Hunden unterwegs sind. Außerdem wurde Platz geschaffen für die Hühner, die derzeit in Deutschlands höchstgelegenem Freigehege leben und unter anderem für die Frühstückseier im Prinz-Luitpold-Haus sorgen.

Mit der Sanierung schafft die DAV-Sektion auch den Unterbau für eine neue Photovoltaik-Anlage, mit der künftig das Prinz-Luitpold-Haus versorgt werden soll. Denn auch der Umbau des Prinz-Luitpold-Hauses wird derzeit von der DAV Sektion Allgäu-Immenstadt vorbereitet, er soll voraussichtlich im kommenden Jahr beginnen. Gemeinsam mit den Fachleuten der Hüttenkommission des Alpenvereins werden demnächst bei einem Ortstermin die Entwicklungsmöglichkeiten des Hauses freigelegt.

Dabei geht es nicht um eine Steigerung der Kapazität, sondern vielmehr um ein behutsames Verbessern der Übernachtungsqualität und die Optimierung der Energieversorgung.

Den Namen hat das Haus von Prinz Luitpold von Bayern, auf dessen Grund das Prinz-Luitpold-Haus im Jahr 1880 errichtet wurde – es ist damit eine der ältesten Hütten in den Allgäuer Alpen – und auch eine der größten. 220 Lager-Schlafplätze, 48 Betten und 16 Lager im Winterraum werden auf 1849 m Seehöhe vorgehalten.

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