Waldbesitzer müssen befallene Stämme schnell aufarbeiten

Der Borkenkäfer wütet

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Symbolbild

Oberallgäu – Aufgrund der trockenen Frühjahrswitterung und der zahlreichen Windwürfe des vergangenen Winters hat der Borkenkäfer auch dieses Jahr wieder günstige Entwicklungsbedingungen. Die Förster des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten appellieren deshalb an die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, ihre Fichtenwälder gründlich und regelmäßig auf Befall zu kontrollieren.

Befallene Stämme müssen rasch aufgearbeitet und dann entrindet oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportiert werden. Zudem ist es ratsam, die Baumkronen zu häckseln, denn die Käfer nutzen schon Äste ab drei Zentimetern Durchmesser als Brutstätte. Diese sogenannte saubere Waldwirtschaft ist die einzig wirksame und bewährte Methode, um eine Massenvermehrung zu verhindern, die auch größere Waldflächen zum Absterben bringen kann.

Die typischen Merkmale sind gut erkennbar: Frischer Befall zeigt sich durch braunes Bohrmehl, das aussieht wie Schnupftabak. Es sammelt sich auf Rindenschuppen, am Stammfuß, in Spinnweben oder auf der Bodenvegetation. In der Folge färben sich die Kronen braun und die Rinde blättert ab. In solchen Fällen ist es wichtig, auch benachbarte Bäume intensiv zu untersuchen.

Wie die Symptome eines Borkenkäferbefalls aussehen und was dann zu tun ist, wird erstmals auch in zwei Kurzvideos der Bayerischen Forstverwaltung erklärt:

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