Erlebnispfad am Steinbruch in Burgberg fertig gestellt

Juwel am alten Steinbruch in Burgberg: Ein Weg voller spannender Erlebnisse

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Burgberg – Neues Leben im alten Steinbruch: Die Gemeinde Burgberg hat einen einstigen „Hinterhof“ des Dorfes systematisch umgestaltet und zu neuem Glanz verholfen. Seit Kurzem ist der „Steinbruchpfad“ begehbar und ermöglicht spannende Einblicke in die Natur am Fuß des Grünten und faszinierende Ausblicke auf das Illertal und die Allgäuer Berge.

Dass mit dem ehemaligen Steinbruchgelände etwas gemacht werden müsse, war eine Herzensangelegenheit für Dieter Fischer, den langjährigen Bürgermeister der Gemeinden Burgberg. Jetzt, Ende April, als er nach 30-jähriger Amtszeit in den Ruhestand ging, war es so weit: Der Steinbruchpfad ist fertig. Bis ins Jahr 2000 wurde in dem Steinbruch noch gearbeitet. Später hatte die Gemeinde die Möglichkeit, das Areal direkt an der Straße nach Rettenberg zu erwerben – und schlug zu. Es dauert dann doch noch einige Jahre, bis das Gelände „entwickelt“ werden konnte. Und dass hier ein Spielplatz und der „Bahnhof“ für das Erzgrubenbähnle entstehen sollte, war damals noch nicht einmal Zukunftsmusik.

Der neue Erlebnispfad in Burgberg

 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl

Erst nach dem Ausbau der Kreisstraße konnte es losgehen. „Im Prinzip war alles da – das naturnahe Gelände, der kleine Weiher direkt unter der steilen Felswand, alte Pfade und Wanderwege...“, erinnert sich Fischer. Hand und Fuß sollte auf jeden Fall der neue Bahnhof für das Erzgrubenbähnle haben. Ein Wendekreis mit Unterstand für Fahrgäste wurde neben dem Parkplatz gebaut. Und natürlich ein kleiner Spielplatz, eine Radabstellstation und eine WC-Anlage. „Nahezu alles in einfacher, solider Holzbauweise ausgeführt“, betont Dieter Fischer. Unterm Strich eine Anlaufstation für Besucher der Erzgruben-Erlebniswelt am Grünten und ein Ausgangspunkt für Wanderungen rund um Burgberg und am Grünten.

Ein Weg voller spannender Erlebnisse und Überraschungen. Zunächst geht es recht steil hinauf; die steile Felswand zum Greifen nah. Dort „wohnen“ seltene Vogelarten. Die Belohnung knapp 100 Meter über dem Ausgangspunkt: die Steinbruchalpe, eine kleine Rast- und Schutzhütte mit packendem Blick auf Burgberg und das Illertal.

Berni Haag aus Schöllang und Theo Walser aus Argenbühl schufen die Figuren und spannenden Spielelemente, die vor allem die kleinen Wanderer auf dem Pfad und bei der Stange halten sollen. „Das war mir bei der Gestaltung des Weges sehr wichtig; gerade auch, weil der Pfad zunächst doch steil in die Höhe führt“, erklärt Berni Haag zu seiner Idee. Sogar ein „Open Air Klassenzimmer“ und eine Naturhecke, die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten wird, gibt es auf der anderen Seite der Bergflanke, am abenteuerlichen Wustbachtobel. Hier wurde ein Holzer- und Rückeweg angelegt, der den Wanderpfad oberhalb des Ortes schließt und die Besucher wieder nach Burgberg führt.

Rund 700 000 Euro kostete „der Spaß“, so Ex-Bürgermeister Dieter Fischer. 270 000 Euro kamen an Zuschüssen und Fördermitteln ins Steinbruch-Projekt. Bewusst verzichtet wurde auf allzu viele Info-Tafeln verzichtet; nur am Einstieg erklärt ein Hinweis, was es mit dem Steinbruch und der Natur am Fuß des Grünten, genauer gesagt: dem Burgberger Hörnle, auf sich hat.

„Die offizielle Eröffnung musste wegen der Corona-Pandemie und den Versammlungsbeschränkungen erst einmal verschoben werden“, so Fischer nach einem Probelauf auf dem neuen Weg. „Aber eine passende Gelegenheit wird schon noch kommen...“

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