Wilde Küche in der Berufsschule

Eine „wilde Sache" war der diesjährige Schulwettbewerb des Fachbereichs Gastronomie an der Staatlichen Berufsschule Immenstadt: Das Motto lautete „Von Jägern und Wilderern" und auf die 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern warteten Aufgaben rund um das Lebensmittel Wildbret. Vorgeschlagen hatte das Wezzbewerbsthema Ekkehard Voigt vom Kreisverband Oberallgäu im Landesjagdverband Bayern. Unter den Gästen im Schulrestaurant war dann auch der Präsident des Landesjagdverbandes, Prof. Dr. Jürgen Vocke.

Vocke betonte dann auch: „Dass die Jagd ein gutes Stück unserer bayerischen Heimat ist, zeigt sich gerade auch an den Wildgerichten, die anlässlich dieses Schulwettbewerbes zubereitet wurden." Wildbret sei nicht nur eine nachhaltig erzeugte Nahrung aus der Region, sondern auch gesundes und geschmacklich herausragendes Lebensmittel. Gesund deshalb, weil es im Gegensatz zum „normalen Fleisch" sehr wenig Fett aufweise und sein Cholesteringehalt niedriger sei. Auf die Jagd gehen brauchten die elf Köche, die sich für den Wettbewerb qualifiziert hatten, nicht. Aber bevor es in der Schulküche "heiß her" ging, zeigte ihnen ein Metzgermeister und Jäger, wie ein erlegtes Reh für die Zubereitung "präpariert" wird. Dann hieß es "Auf die Plätze, fertig - los!" für die Köche, Hotel- und Restaurantfachleute. Nach der schriftlichen Prüfung am Vormittag, war von den Restaurantfachleuten eine Festtafel für sechs Personen einzudecken samt zum Menü passender Dekoration und Menükarte. Währenddessen bereiteten die Köche das Menü für zehn Personen zu. Am frühen Abend ging es auf die „Zielgerade" als das Menü den Prüfern serviert wurde. "Gewonnen haben alle", sagte Manfred Ecker von der Berufsschule Immenstadt, der den Wettbewerb betreute. Ausgezeichnet wurden die jeweils drei Bestplatzierten Hotel- undf Restaurantfachleute und die drei „Spitzenköche" des Wettbewerbes. Neuland war der kulinarische Ausflug in die freie Wildbahn allemal für die Lehrlinge. Wildgerichte stünden zwar auf nahezu jeder Speisekarte in der Region, doch die Feinheiten der Zubereitung würden kaum ausreichend vermittelt. Neuland war der Wettbewerb auch für die Kreisgruppe Oberallgäu im Jagdverband. „Aber das wird siche rnicht das letzte Mal sein, dass Jäger und Schule zusammen arbeiten", meinte Ekkehard Voigt, Erster Vorsitzender des Kreisjagdverbandes nach dem festlichen Jagdessen im Schulrestaurant. Der Verband unterstützt auch das Austauschprogramm der Fachschule für Gastronomie.

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