Windkraft: Bürgerinitiativen fordern Fristverlängerung

Auch bei der Bürgerinitiative Alpsee-Bergstätt in Immenstadt ist man vom Marschplan des Regionalen Planungsverbandes nicht begeistert. Foto: Josef Gutsmiedl

Einen Schnellschuss bei der Nutzung der Windenergie im Allgäu wollen mehrere Bürgerinitiativen im Allgäu abwenden. Die Vereine haben einen Antrag auf Verlängerung der Anhörungsfrist um ein Jahr beim Regionalen Planungsverband Allgäu eingereicht. Die aktuelle Bearbeitung der „Suchräume“ für geeignete Standorte sei angesichts des Themas und der vielen Aspekte zu knapp bemessen.

„Die Veröffentlichung der vorgesehenen Suchräume der Region 16 erfolgte Mitte August 2012. Die Anhörungsfrist für die informelle Anhörung von acht Wochen bis zum 15. Oktober ist nicht ausreichend, um – grundsätzliche Aspekte für die Ausweisung von Windkraftstandorten fundiert zu prüfen - örtliche Gegebenheiten und Bedürfnisse vor Ort gründlich zu prüfen“, so die Begründung für eine Fristverlängerung. Diese Verlängerung sei notwendig, heißt es weiter, um „die Belange aus den Bereichen Landwirtschaft, Handel, Handwerk, Gastronomie und Tourismus sorgfältig abzuwägen und die weitreichenden Konsequenzen aufgrund möglicherweise tiefgreifender Veränderungen für die Gemeinde / Region durch den Ausweis von Windkraft- Konzentrationsflächen richtig einzuschätzen“. Hinzu komme noch, dass die kommunalen Vertreter während der kurzen Anhörungsfrist noch mehrere Wochen Sitzungspause hatten. Große Teile der Bevölkerung seien bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht informiert, betonen die Vertreter der Bürgerinitiativen weiter, und hätten noch keine Vorstellung von der Größenordnung der geplanten Windkraft-Anlagen und Windparks. „Für eine Meinungsbildung fehlt noch umfassende Information und ausreichend Zeit.“ Die vier Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit in der Zeit bis 11. Oktober seien für den großräumigen Bereich der Region 16 nicht ausreichend. Und weiter: „Außerdem ist die Zeit nach den Veranstaltungen bis zum 15. Oktober (teilweise nur wenige Tage) für eine Meinungsbildung viel zu knapp bemessen.“ Die Öffentlichkeit hätte dadurch nicht mehr die Möglichkeit, sich rechtzeitig im Rahmen einer Stellungnahme einzubringen. „Aufgrund der angeführten Gründe und der damit verbundenen weitreichenden Veränderungen für unsere Heimat, bitten wir Sie nochmals nachdrücklich um Verlängerung der Frist für die Stellungnahmen zu den Suchräumen um ein Jahr. Dies würde auch mehr Zeit bedeuten für ein durchdachtes Gesamtkonzept im Sinne einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Energiewende im Allgäu.”

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