Curling-Team zurückgepfiffen

WM-Absage: Enttäuschung bei den Allgäuer Curling-Juniorinnen

Curling-Juniorinnen
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Die Curling-Juniorinnen mit Kim Sutor (von links) Sara Messenzehl (Skip), Zoe Antes, Elisa Scheuerl und Anne Kapp hoffen, dass es in der WM-Frage bald weitergeht und sie ihr hohes Leistungsniveau doch noch ausspielen können.

Oberstdorf / Füssen – „Hiobsbotschaft“ kam 48 Stunden vor dem Abflug der deutschen Nationalmannschaft der Curling-Juniorinnen.

Oberstdorf / Füssen – 48 Stunden vor dem Abflug der deutschen Nationalmannschaft der Curling-Juniorinnen zur B-Weltmeisterschaft nach Finnland erreichten Trainer Markus Messenzehl Informationen, die „seine“ Sportlerinnen den Jahresbeginn 2022 sicherlich so schnell nicht vergessen lassen:

Nachdem einige Teilnehmer der bereits laufenden B-WM der männlichen Junioren positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren, beschlossen der Welt-Curling-Verband, der nationale Ausrichter im finnischen Lohja, sowie die zuständige Gesundheitsbehörde, den laufenden Wettbewerb abzubrechen und den eine Woche später stattfindenden Wettbewerb der Juniorinnen abzusagen. Entsprechend groß war die Enttäuschung beim Allgäuer WM-Aufgebot.

Große Enttäuschung

So musste das deutsche Juniorinnen-Team der Spielergemeinschaft des EC Oberstdorf und des CC Füssen mit Skip Sara Messenzehl, Kim Sutor, Zoe Antes, Elisa Scheuerl und Anne Kapp die bereits gepackten Koffer wieder auspacken. Gleichzeitig fragen sich die jungen Frauen natürlich, ob die vielen, vielen Trainingsstunden nun umsonst waren und wie es grundsätzlich weitergeht.

„Zahllose Stunden haben wir in den letzten drei Monaten auf dem Eis trainiert, acht Turniere im In- und Ausland gespielt, täglich Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining absolviert, um mit der internationalen Konkurrenz mithalten zu können“, so Sara Messenzehl. „Unser großes Ziel war und ist, auch die deutschen Juniorinnen wieder in die A-Gruppe zurückzuführen“. Dafür hätten die jungen Frauen das Turnier auf einem der ersten drei Plätze in der Gesamtrangliste beenden müssen.

„Ein hohes Ziel, aber wir haben in der Vorbereitung wirklich alles dafür gegeben“, so die übereinstimmende Meinung aller fünf Athletinnen. Dass alle Mannschaftmitglieder geimpft und geboostert sind, versteht sich da nahezu von selbst.

Unklar, wie es weitergeht

Den Aussagen seines Teams kann Trainer Markus Messenzehl nichts hinzufügen. Nun liegt es an ihm, aber sicherlich auch an den Entscheidungen des Welt-Curling-Verbandes, die Motivation der Athletinnen weiter hoch zu halten. Wie es für alle momentan noch in der B-Gruppe startenden weiter geht, ist nämlich noch nicht final geklärt.

Die A-WM findet – so sieht es zumindest zum aktuellen Zeitpunkt aus – vom 5. bis 12. März in Jönköping, Schweden, statt. Ob die für diesen Wettbewerb bereits qualifizierten Juniorinnen- und Junioren-Mannschaften noch um die drei besten Mannschaften aus der B-Gruppe aufgestockt werden, ist derzeit noch unklar. Es sei aber eher nicht davon auszugehen, dass die B-WM nachgeholt wird, fürchtet Messenzehl.

Hoffen auf Tuniere

Trotz dieser großen Enttäuschung arbeiten die fünf Sportlerinnen und ihr Coach unverändert weiter – mit unvermindertem Einsatz und viel positiver Energie. Denn in den nächsten Wochen stehen noch weitere Höhepunkte für die Spielergemeinschaft des EC Oberstdorf/CC Füssen auf dem Programm.

Neben der erstmaligen Teilnahme an einem international besetzten Damen-Weltcupturmier in St. Gallen (20. bis 23. Januar) steht am darauffolgenden Wochenende eine Reise nach Prag an. Hier hat das Team die Chance, erstmalig die internationale Serie „Jugend-Star-League“ zu gewinnen, wo sie aktuell als führende Mannschaft starten. National finden – zum Abschluss der Saison – im März und April noch die Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen und der Damen statt.

Durch das Abschneiden bei diesen Wettkämpfen werden die Weichen für die Saison 2022/23 gestellt – dann hoffentlich ohne Corona, aber immer noch mit derselben Begeisterung.

Wie erfolgreich das Team in den vergangenen Monaten trainiert hat, konnten sie bei einem Trainingsspiel gegen den amtierenden Deutschen Seniorenmeister unter Beweis stellen. Team Messenzehl konnte sich in einem spannenden Spiel mit 6:4 gegen die „Alten Herren“ des deutschen Curling um Skip Andi Kapp durchsetzen.

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