Oft krachts am Montag

Sonthofen - Einen leichten Rückgang der Zahl der Verkehrsunfälle weist die Jahresstatistik der Polizeiinspektion Sonthofen für das Jahr 2012 aus. Vor allem am Freitag und Samstag, sowie am Montag „kracht” es am häufigsten. Und: Unfallflucht ist ein schlechter Tipp – mehr als die Hälfte der Verursacher wurde schließlich zur Verantwortung gezogen.

Im Vergleich zum Jahr 2011 ist die Zahl der Unfälle um knapp sieben Prozent auf 856 zurückgegangen. Verletzt wurden dabei 193 Personen; davon 35 schwer. Gut die Hälfte der Unfälle (477) sind bei der Polizei als „Kleinunfälle” registriert. Die Zahl der „schwerwiegenden Unfälle” nahm um zehn Prozent ab auf 233. Dass die Zahl der „folgenlosen Trunkenheitsdelikte” um mehr als 23 Prozent auf 95 Fälle zunahm, erklärt der Leiter der PI Sonthofen, Karl Zirngibl, mit einer intensiven Kontrolltätigkeit der Streifenbesatzungen. Die Strategie der mobilen Kontrollen an wechselnden Örtlichkeiten und zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten zeige hier eine deutliche Wirkung. 

Prävention zahlt sich auch in puncto Geschwindigkeitsüberwachung aus. Die Messtrupps der Verkehrspolizei Kempten, der Sonthofer Polizeidienststelle sowie die Verkehrsüberwachung der Stadt Sonthofen sind ständig im Einsatz und tragen durch ihre Präsenz zur Präventivwirkung bei. Hauptursache für Verkehrsunfälle (mit Verletzten) sind Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren, nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Vorfahrts- und Vorrangverstöße. 

Die Statistik weist zudem die Unfallhäufigkeit für bestimmte Wochentage aus: am Montag, sowie am Freitag und Samstag passiert am meisten; am ruhigsten hat es die Polizei am Sonntag - zumindest was die Verkehrsunfälle angeht. Unfallflucht lohnt sich nicht. Bei der PI Sonthofen ist man stolz auf eine anhaltend gute, weil überdurchschnittliche Aufklärungsquote beim Delikt „unerlaubtes Entfernen vom Unfallort”. Mit 154 Fällen sank zwar die Gesamtzahl um gut elf Prozent; dennoch konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PI 90 Fälle klären und die Verursacher zur Verantwortung ziehen. Ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Wert des Jahres 2011. 

Prävention sei nicht zuletzt die von besonders ausgebildeten Beamten durchgeführte Jugendverkehrsschule. Dabei wird in den vierten Klassen verkehrsgerechtes Verhalten als Radfahrer vermittelt. Im Kindergarten wird das Schulwegtraining angeboten. Auch auf Radler hat die Polizei ein Auge und überwacht „markante Verkehrsbereiche“ wie Radwege und Fußgängerzonen.

Josef Gutsmiedl

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