Eine Ambulanz für alle

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Eine fachübergreifende Behandlung von Akutpatienten ermöglicht die Zentrale Interdisziplinäre Notaufnahme (ZINA) am Klinikum Kempten. Auf dem Bild (von links) die Mitarbeiterinnen Rita Walker und Monika Becherer, Dr. Dagmar Strauß (ärztliche Leitung) und Elmar Baumann (organisatorische Leitung).

Kempten – Ein großer Vorteil für Patienten und einweisende Ärzte ist die neue Zentrale Interdisziplinäre Not- aufnahme am Klinikum Kempten (ZINA). Diese wird seit 1. Januar als eigenständige Funktionseinheit mit einem festen ärztlichen und pflegerischen Team geführt.

Die medizinische Leitung obliegt Dr. Dagmar Strauß. Zuletzt war die 45-Jährige viele Jahre auf der Intensivstation tätig. Sie trägt auch weiterhin die übergeordnete medizinische Verantwortung im Rettungshubschrauber Christoph 17. „Mit der neuen Struktur möchten wir eine rasche und effektive Patientenaufnahme sicherstellen sowie eine wesentliche Verbesserung in der Zusammenarbeit mit den einweisenden Ärzten erreichen“, betont die erfahrene Notärztin und Fachärztin für Innere Medizin und Notfallmedizin. 

Bereits mit der Schließung der Klinik in der Memminger Straße im November 2012 hat sich für Akutpatienten und ihre Angehörigen ein entscheidender Vorteil ergeben. Bestanden in Kempten zuvor zwei räumlich getrennte Notaufnahmen – eine internistische und eine chirurgische – so gibt es mit der Einhäusigkeit nur noch die zentrale Anlaufstelle für alle Erkrankungen in der Robert- Weixler-Straße. „Damit haben die Ungereimtheiten für Patienten und einweisende Kollegen ein Ende“, freut sich Dr. Strauß. 

Durch das Zusammenwachsen beider Teams wird die fachübergreifende Behandlung der Patienten ermöglicht. Jährlich werden am Klinikum Kempten zwischen 35.000 bis 40.000 Patienten in der Notaufnahme behandelt. Viel erwartet sich Elmar Baumann, organisatorischer Leiter der zentralen Notaufnahmen im Klinikverbund Kempten-Oberallgäu, von der neuen zentralen Notaufnahme, die im Herbst 2013 in Betrieb gehen wird. 

In den neuen Räumlichkeiten wird es für die Versorgung von akut erkrankten oder verletzten Menschen eine weitere Verbesserung geben – Stichwort regionales Traumazentrum. „Eine Herausforderung für die Zukunft ist die Optimierung der Prozesse und Strukturen in unserer neu gegründeten Abteilung“, unterstreicht Baumann. Die Inanspruchnahme der Notaufnahmen in Deutschland sei inzwischen sehr hoch. Jährlich müsse mit weiteren Steigerungen zwischen drei und sieben Prozent gerechnet werden. Um dieser Tatsache organisatorisch begegnen zu können, werde europaweit an einem computergestützten „Ersteinschätzungsverfahren“ gearbeitet. Der intensiven Umsetzung dieser Methode, so Elmar Baumann, werde am Klinikum Kempten zurzeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

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