Goldene Milchkannen: Molkerei Zott zeichnet Oberallgäuer Landwirte aus

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Doris und Armin Buhl (von links), Hildegard und Claus Besler, sowie Pia und Tobias Thoma, erhielten in Ansbach die Goldene Milchkanne der Molkerei Zott; dahinter Christian Schramm, Leiter Zott-Milcheinkauf und Geschäftsführende Direktorin Christine Weber.

Drei Landwirte aus der Region wurden mit der Goldenen Milchkanne der Molkerei Zott ausgezeichnet. Armin Buhl aus Sonthofen erhielt den Preis in der Kategorie „Produktionsumfeld“, Tobias Thoma aus Rettenberg in der Kategorie „Lebenstagsleistung“ und Claus Besler, ebenfalls aus Rettenberg, in der Kategorie „Grobfutterleistung“. Sie wurden damit für ihre Leistungen bei der nachhaltigen Milcherzeugung geehrt. Die feierliche Verleihung fand in der Orangerie Ansbach statt. Die Preise sind mit jeweils 1 000 Euro dotiert.

Die Molkerei Zott würdigt mit der Auszeichnung der Goldenen Milchkanne besonders herausragende Leistungen ihrer Landwirte im Hinblick auf die Milchqualität und vorausschauendes Handeln. Grundlage der Kategorie „Produktionsumfeld“ ist die Zott-Lieferantenbewertung, in die das Ergebnis der regelmäßig durchgeführten Hofbegehungen durch den Milchprüfring Bayern einfließen. Eine hohe Punktzahl spiegelt ein ausgezeichnetes Produktionsumfeld, etwa bei Haltungsbedingungen, Futter und Fütterung, Hygiene, Dokumentationen und Umweltschutz wider. Der Hof von Armin Buhl und seiner Frau Doris ist einer von fünf Betrieben, die im Betrachtungszeitraum die höchstmögliche Punktzahl erhielten.

In der Kategorie „Lebenstagsleistung“ liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel von Alter und Milchleistung der einzelnen Kuh bzw. der ganzen Milchviehherde. Der Rettenberger Gewinner-Betrieb von Tobias Thoma und seiner Familie stellt unter Beweis, dass auch ältere Kühe leistungsfähig sind und den Bestand wertvoller machen. Zustande kommen die guten Ergebnisse vor allem durch eine tiergerechte Haltung und eine optimale Fütterung. Und all dies spiegelt sich dann auch in der Milchleistung wider.

Seine Tiere mit natürlichem und selbst angebautem Grobfutter höchster Qualität zu füttern, um so die Menge an zugekauftem Leistungsfutter zu reduzieren, steht im Mittelpunkt der Kategorie „Grobfutterleistung“. Der Hof von Claus Besler und seiner Familie ist einer von vier Betrieben, die diese Anforderung erfüllen. Die Grobfutterleistung ist ein produktionstechnischer Kennwert und zugleich Indikator zur Bewertung der Milcherzeugung aus Sicht eines nachhaltigen Ressourcenverbrauchs. Denn mit steigender Grobfutterleistung sinkt der Leistungsfutteraufwand pro Kilogramm Milch. Optimaler Pflanzenbau, optimale Konservierung der Futtermittel sowie optimale Fütterungs- und Entnahmetechniken spielen dabei eine große Rolle und zeichnen den Gewinner-Hof aus Rettenberg aus.

„Unsere Milcherzeuger engagieren sich schon heute aktiv im Tierwohl und in der nachhaltigen Milcherzeugung – jeder auf seine individuelle Art und im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten. Mit der Goldenen Milchkanne zeichnen wir die Besten der Besten unter ihnen aus. Die Ergebnisse des Wettbewerbs bestätigen uns darin, dass unsere Milcherzeuger mit großer Leidenschaft für ihren Beruf und ihre Tiere leben. Die Gewinner übernehmen damit auch eine Vorbildfunktion für alle anderen“, erklärt Christian Schramm, Leiter des Milcheinkaufs bei Zott, den Hintergrund der Auszeichnung. Die Gewinner-Betriebe liegen im gesamten Milcheinzugsgebiet von Zott, das sich über weite Teile Bayerns und das östliche Baden-Württemberg erstreckt. Neben dem Produktionsumfeld wurden in weiteren Kategorien die Tiergesundheit, die Lebenstagsleistung und die Grobfutterleistung ausgezeichnet. Zott hat die Goldene Milchkanne 17-mal an insgesamt 16 Betriebe verliehen.

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