"Impuls" könnte viel mehr

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Volles Haus: Mit dem Verkaufsoffenen Sonntag im Mai und dem Verkaufsoffenen Feiertag im Oktober fahre „Impuls“ gut, unterstrich die Vorstandschaft.

Es ist offenbar höchste Zeit, die Arbeit des Vereins „Impuls – Pulsierendes Immenstadt“ auf professionellere Beine zu stellen.

Nachdem die Erste Vorsitzende, Brigitte Kuschel, in der jüngsten Mitgliederversammlung mehrfach eindringlich das große Aufgaben- spektrum und das gewaltige Arbeitspensum skizziert hatte, redete Immenstadts Erster Bürgermeister, Armin Schaupp, am Ende der Versammlung Klartext: „Das kann ein Verein auf Dauer nicht schultern.“

Wiederholt hatten Brigitte Kuschel und ihre Vorstandskolleginnen und -kollegen von „viel Arbeit“ gesprochen, die mit der Organisation des Vereins an sich, aber vor allem mit der Planung und Durchführung der Impuls-Veranstaltungen verbunden sei. An „stundenlange Diskussionen“ erinnerte die Erste Vorsitzende etwa bei den Treffen zur Leitbild-Entwicklung. Die Verkaufsoffenen Sonntage müssen intensiv geplant und „belebt“ werden. Um etwa Ärger – sprich: Klagen, der Gewerkschaften – zu vermeiden, müsse bei einer sonntäglichen Öffnung von Geschäften mit Fingerspitzengefühl und wohl überlegt zu Werke gehen, deutete Kuschel an. Die etablierten Arbeitsgruppen der Vorstandschaft leisteten wie sie, Kuschel, jede Menge ehrenamtliche Arbeit, um mit „Impuls“ Impulse in Immenstadt zu geben.

„Wir könnten viel mehr machen. Es fehlt an Geld und an Manpower!“ Diese nüchterne Bilanz zog Brigitte Kuschel gegen Ende der Versammlung.

Die Feststellung griff Immenstadts Erster Bürgermeister Armin Schaupp sofort auf: „Falls Sie wirklich weiterkommen wollen, führt an der Gründung einer GmbH kein Weg vorbei!“ Dabei müssten alle Partner ins Boot – Tourismus, Stadtverwaltung und nicht zuletzt Impuls. „Die Anforderungen werden größer. Das kann ein Verein auf Dauer nicht schultern.“

Recht zufrieden mit dem, was Impuls im vergangenen Jahr „schulterte“, war Brigitte Kuschel in ihrem Bericht durchaus. Die Premiere für „Italien zu Gast“ sei so erfolgreich verlaufen, dass man den Brückentag nach Fronleichnam Ende Juni wieder dafür nutzen will. Ein bisschen „Bella Italia“ werde wohl jedes Geschäft mit wenig Aufwand auf die Beine stellen, zeigte sich Helmut Wegele optimistisch, dass es auch heuer klappen werde.

Geradezu eine Vorreiterrolle habe Immenstadt inne, was den Verkaufsoffenen Feiertag am 3. Oktober angehe, ergänzte Brigitte Kuschel in ihrer Bilanz. Das historische Motto „Residenzstadt“ ziehe und biete dem Einzelhandel gute Möglichkeiten , mit eigenen Aktionen mitzumachen. Beibehalten will „Impuls“ die Praxis, zwei Sonntage im Jahr als „verkaufsoffen“ zu deklarieren – auch wenn insgesamt vier Tage möglich wären. Und wiederbeleben will die Vorstandschaft den beliebten weihnachtlichen „Winterwald“. Die Stromversorgung soll dazu „technisch sicherer“ gemacht werden. „Das ist eines unserer Alleinstellungsmerkmale – wir sollten es nicht fallen lassen“, so Kuschels Appell.

„Wir suchen weiter nach einer Lösung mit Strahlkraft“, brachte Peter Seitz den aktuellen Stillstand bei der Nutzung des Schlossgebäudes auf den Punkt. Die Überlegungen, hier ein Hotel zu etablieren, würden nicht weiter verfolgt, unterstrich der „Schlossherr“. Der Mangel an Übernachtungsmöglichkeiten sei unbestritten. Aber er, so Seitz, wolle „nicht von einem Hamsterrad ins nächste kommen“.

gts

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