1.000 Euro Spende an das Projekt "Familien-Hebamme" der Schwangerenberatung übergeben

Relativ jung ist der Beruf der Familien-Hebamme in Bayern. „Uns gibt es seit 2007“, sagt Amrei Westhues aus Fürstenfeldbruck. Anlass waren die zunehmend vielen Misshandlungen an Kindern, die oft auf Überforderung junger Mütter zurückzuführen ist.

Westhues ist eine von zwei Familien-Hebammen, zuständig für die Landkreise Starnberg und Fürstenfeldbruck. In enger Zusammenarbeit mit der Schwangerenberatung der Diakonie Fürstenfeldbruck mit Sitz in Gilching kümmern sich Westhues und Kollegin Mechthild Frickenstein, die auf eigene Kosten eine Zusatzausbildung machen mussten, insbesondere um Geburten in einer schwierigen Lebenssituation. „Normalerweise hat eine junge Mutter Anspruch auf Betreuung bis zu acht Wochen nach der Geburt“, erklärt Frickenstein. Doch oft ist es damit nicht getan. Wenn es die persönlichen Verhältnisse erfordern, unter anderem, weil die Eltern Drogenabhängig oder andere Probleme haben, können Mutter, Vater und Kind von der Familien-Hebamme bis zu einem Jahr begleitet werden. Die Finanzierung jedoch ist nicht immer gewährleistet. Wird die Notwendigkeit trotz Fürsprache der Hebamme von Ämtern nicht erkannt, müssen andere finanziellen Quellen aufgetan werden. Unter anderem sorgt ein Spendentopf der Schwangerenberatung für so manch‚ Hilfe. „Ich habe von dem Engagement gehört und gewusst, dass ich da meinen Beitrag leisten will“, erklärte Ekkehard Schmider der Werbeagentur Sensit Communication. Der Grafrather Mittvierziger und seine Ehefrau Britta sind Eltern von zwei Buben im Alter von fünf und zwei Jahren und der sechs Monate alten Juli. „Seit wir Kinder haben, ich kann gar nicht mehr nachvollziehen, 40 Jahre ohne sie gelebt zu haben, wissen wir, was es heißt, sich ernsthaft Sorgen zu machen.“ Das Ehepaar Schmider hat das große Glück, drei gesunde Kinder zu haben. „Wir stehen auf der Sonnenseite des Lebens und ich bin dankbar dafür, selbst gesunde und fröhliche Kinder zu haben. Deshalb haben wir beschlossen, durch regelmäßige Spenden sozial benachteiligte Familien in der Region zu unterstützen.“ Die Wahl 2010 ist auf das Projekt Familien-Hebamme unter Schirmherrschaft der Schwangerenberatung gefallen. Einen Scheck über 1.000 Euro brachte das Ehepaar Schmider vorbei. Für Gisela Hombach, die langjährige Leiterin Schwangerenberatung an der Römerstraße in Gilching, ein Glücksfall. „Durch diese Spende ist es uns möglich, in akuten Notfällen schnell und unbürokratisch eine Familien-Hebamme vermitteln zu können.“

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