1,15 Millionen Euro Projekt

Dem Neubau einer Mensa an der Starnberger Grund- und Hauptschule Starnberg steht politisch praktisch nichts mehr im Wege. Einstimmig votierte der Hauptausschuss für das nach ersten Kostenschätzungen 1,15 Millionen Euro teure Projekt auf dem Gelände von Grund- und Hauptschule an der Ferdinand-Maria-Straße.

Einstimmiger Tenor: Die Mensa wird unerlässlich, wenn man Ganztagesklassen an der Grundschule einführen will. Ab dem kommenden Schuljahr ist ein Ganztageszug geplant, beginnend mit der ersten Jahrgangsstufe. Bei einer Befragung hatten rund 54 Familien schon einmal ihr Interesse an einer solchen Ganztagesklasse bekundet. Bisher gibt es seit dem Schuljahr 2008/2009 zusätzlich zur offenen Ganztagesbetreuung für alle Klassenstufen mit rund 20 Plätzen, eine gebundene Ganztagesklasse, die momentan in der 5. Klasse realisiert wird. Beide Gruppen sind allerdings in einem Klassenzimmer untergebracht, in der sowohl das Mittagessen als auch Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung stattfindet. Ein Zustand, der auf Dauer untragbar ist, hatte die zuständige Rathaus-Mitarbeiterin Ute Mayer festgestellt. Ebenfalls nötig ist die Mensa, um den Standort Starnberg als geplante Mittelschule zu stärken und die gebundenen Ganztagesklassen weiter auszubauen. Bereits heute stößt die Hauptschule bei der Organisation des Mittagessens an ihre räumlichen Grenzen. Dass angesichts dieser Situation der Neubau notwenig ist, war Konsens bei allen Stadtratsmitgliedern. „Wir sollten ohne wenn und aber die Cafeteria befürworten, damit die Mittagsbetreuung in geordneten Bahnen möglich ist“, erklärte Barbara Frey (UWG). Bildung habe schließlich erste Priorität. Vizebürgermeister Ludwig Jägerhuber (CSU) freute sich angesichts der geplanten Gemeinschafts-Nutzung der Mensa von Grund- und Hauptschülern, „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“ zu können. Wie wertvoll eine Mensa auch als Kommunikationsort ist, verdeutlichte Winfried Wobbe am Beispiel des Starnberger Gymnasiums. Etwas erschreckend fand Adi Herrmann (BLS) nur die Bausumme: „Das ist ein sehr hoher Betrag für einen Neubau mit Keller“, erklärte der BLS-Stadtrat. Angesichts der Verteuerungen bei den letzten Bauvorhaben der Stadt wie dem Museum Starnberger See würden ihn die Kostenexplosionen für Kommunalbauten ohnehin immer wieder neu erstaunen. Allerdings ist der Mensa-Neubau laut Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger nicht ganz einfach: „Auf dem Gelände ist kaum Platz, weil wir die Pausenflächen noch brauchen und liegt zudem am Hang“, erinnerte er. Für die Verteuerung der Baukosten des Museums seien die schwierigen Bodenverhältnisse mit verantwortlich gewesen ebenso wie beim Bau des neuen Jugendzentrums. Die Mensa ist zweigeschoßig geplant und soll mit einer Fläche von rund 180 Quadratmetern Platz für mindestens 120 Schüler bieten (für rund 120 Grundschüler plus rund 120 Hauptschüler, die im „Schichtbetrieb“ in der Mensa ihr Mittagessen einnehmen).

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