Freundeskreis des Krankenhauses Seefeld informiert sich aus erster Hand über die Klinik

150-jährige Geschichte mit Fortsetzung

+
Haben noch ein gutes Stück Arbeit zu bewältigen: (v.l.) Landrat Karl Roth, Klinik-Geschäftsführer Dr. Thomas Weiler, Chefarzt Dr. Markus Wagner und Verbandschef Christian Schiller.

Seefeld/Herrsching – Die Chirurgischen Klinik Seefeld wird künftig unter dem Namen „Klinikum Seefeld“ firmieren. Dies sei eine Entscheidung des Ministeriums gewesen, erklärte Dr. Thomas Weiler auf der Mitgliederversammlung des Freundeskreis Krankenhaus Seefeld. Immerhin wurden 60 bis 75 Millionen Euro an Zuschüssen für die Generalsanierung und Erweiterung in Aussicht gestellt.

Den rund 50 Mitgliedern im „Andechser Hof“ erklärte Geschäftsführer Dr. Thomas Weiler, was es mit der neuen Holding, der nun das Krankenhaus Starnberg, die Seefelder Einrichtung und die Klinik Penzberg angehören, auf sich hat. Nun gelte es, die „Hochzeit zwischen Starnberg und Seefeld“ zu festigen, betonte er. „Die Braut steht bereits am Altar, nun fehlt nur noch der Bräutigam.“ Als Hochzeiter bezeichnete er das bestehende Gebäude, dessen Zukunft ungewiss ist. Eigentümer der Immobilie ist derzeit noch der Zweckverbandes Krankenhaus Seefeld, weshalb sich dieser voraussichtlich auch die nächsten Jahre nicht auflösen wird. Wie berichtet, werden die sieben Verbands-Kommunen jährlich mit zwei Millionen Euro Kosten für den Unterhalt geradestehen müssen. „Für das Personal und alle beweglichen Teile der Klinik aber ist künftig Starnberg zuständig“, erklärte Weiler. 

Weitere Schritte, den Zweckverband und dessen Aufgaben betreffend, wurden innerhalb einer Zweckverbandssitzung besprochen. „Es läuft alles in die richtige Richtung, auch wenn es nicht so schnell geht, wie wir uns das einmal gedacht haben“, bedauerte Weiler.

Landrat Karl Roth versicherte erneut, dass alles getan werde, die Klinik am jetzigen Standort zu halten. „Nur, wenn alle Stricke reißen, müssen wir uns nach einem anderen Grundstück umsehen. Das ist aber momentan kein Thema. Wir konzentrieren uns jetzt auf die Generalsanierung und die Erweiterung der Klinik mit einer Aufstockung von 72 auf 100 Betten.“ 

Der Landkreischef mahnte zudem, dass sowohl Gilching wie auch Herrsching und Weßling bereits angeklopft haben, sollte es in Seefeld mit dem aufwändigen Vorhaben nicht klappen. Bei den Anwohnern warb er schon jetzt um Verständnis, denn durch die Baumaßnahmen wird es die nächsten Jahre zu einem Mehr an Lkw-Verkehr zuzüglich zu Lärm- und Staubbelastungen kommen. Mit Herzblut dabei ist Dr. Markus Wagner. „Wir dürfen froh sein, dass die 150-Jährige Geschichte eine Fortsetzung bekommt. Kranke Menschen zu versorgen muss auch in Zukunft eine kommunale Aufgabe bleiben. Dies macht zwar weder politisch noch wirtschaftlich Sinn, aber aus medizinischer und humanitärer Sicht.“

Was das Benefizessen betrifft, das jährlich vom Freundeskreis im Klostergasthof Andechs zugunsten der Klinik ausgerichtet wird, sagte Vorsitzender Christian Schiller: „Wir sind in der Vorbereitung. Allerdings wird es nicht mehr heuer, sondern erst am 26. April nächsten Jahres stattfinden.“

Von Polly Polster

Auch interessant

Meistgelesen

Vermisster Gilchinger tot im Weßlinger See gefunden
Vermisster Gilchinger tot im Weßlinger See gefunden
Falsche Anzeigenakquisiteure für Ortsbroschüre
Falsche Anzeigenakquisiteure für Ortsbroschüre
Zwei Standorte
Zwei Standorte
Ohne Führerschein unterwegs
Ohne Führerschein unterwegs

Kommentare