175. Geburtstags-Jubiläum von König Ludwig II.

Neuerwerb des Sisi-Museums: Abendkorso auf dem Starnberger See von Februar 1886

Neuerwerb des Kaiserin Elisabeth-Museums in Pöcking zeigt Abendkorso auf dem Starnberger See.
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Neuerwerb des Kaiserin Elisabeth-Museums in Pöcking zeigt Abendkorso auf dem Starnberger See.

Pöcking - Gerade rechtzeitig zum 175. Geburtstags-Jubiläum von König Ludwig II. ist es dem Kaiserin Elisabeth Museums Förderverein gelungen einen ganzseitigen Holzstich zu erwerben, der den jährlich stattfindenden "Abendkorso auf dem Starnbergersee am Vorabende des Geburts- und Namenstages des Königs von Bayern" zeigt. Dieser Bericht mit dem fröhlichen Bild wurde im Februar 1886 veröffentlicht.

Da ahnte noch niemand, dass dieses Freudenfest auf dem See nie mehr stattfinden würde. Bekanntlich starb König Ludwig II. auf ungeklärte Weise im Starnberger See am 13. Juni 1886.

Im Text steht zu lesen: „Der Starnberger, oder Würmsee, der lieblichste unter den Seen Oberbayerns, ist der viel gepriesene Lieblingsaufenthalt der Münchner Sommerfrischler. Ringsum an seinen Uferhöhen sieht man hübsche, anmuthige Villen, dazwischen erheben sich stattliche Schlösser, liegen freundliche, von Obstgärten umgebene Dörfer, und die weite Wasserfläche ist belebt von Segelbooten, Kähnen und Fahrzeugen aller Art. Zu einem besonders reizvollen gemeinschaftlichen Feste aller am Starnbergersee Weilenden gestaltet sich bei günstigem Wetter stets der am 24. August, dem Vorabende des Geburts= und Namenstages des Königs von Bayern, stattfindende Abendkorso, wie ihn unser Bild auf S. 57 zeigt. Nachdem vorher alle überhaupt tragfähigen Fahrzeuge mit Blumengewinden und bunten Lampions geschmückt worden, flammen bei Einbruch des Abenddunkels als Zeichen zum Beginn des Festes auf den Höhen die Freudenfeuer empor, und gleichzeitig stoßen überall die bekränzten und illuminierten, dicht mit fröhlichen Menschen besetzten und oft von schönen Händen geruderten Kähne vom Ufer ab. Tausende von Lichtern spiegeln sich in dem klaren Wasser und beleuchten, wetteifernd mit dem klaren Mondlichte, das belebte, anziehende Bild. Bekannte begrüßen einander, in manchen Fahrzeugen macht der Becher die Runde, und unter den Klängen der am Ufer aufgestellten Musik gleiten die Kähne, bald einzeln, bald in Parthien einander begegnend und kreuzend, auf der stillen Fluth dahin, einen feenhaften Anblick gewährend, der jedem Theilnehmer unvergeßlich bleibt“.

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