30.000 Euro Budget

Am Samstag: Premiere von "Oliver!" der Gautinger Musikschule im Bosco Gauting

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Die tollen Tänzer des Oliver!-Musicals üben fleißig.

Gauting - Das Musicalprojekt "OLIVER!" der Gautinger Musikschule ist auf die Zielgerade eingebogen. Mit einem dreitägigen Workshop in der Jugendherberge Possenhofen läutete  Projektleiter Christian Hiesel-Schill den Endspurt der Vorbereitungen ein. Die Premiere von "Oliver!" findet am Samstag, 25. Mai, um 16 Uhr, im Bosco Gauting statt. Weitere Vorstellungen sind  am 26. und 30. Mai sowie am 1. und 2. Juni. Karten gibt es beim Kreisboten in Starnberg, München Ticket und in allen Vorverkaufsstellen. 

Insgesamt sind über 70 Darsteller/ innen, ein neunköpfiges Profi-Orchester und fünf hauptamtliche Dozenten an der siebten Produktion beteiligt. Mit einem Budget von knapp 30.000 Euro, das nur dank großzügiger Spenden von Stiftungen und Sponsoren gestemmt werden kann, ist Gauting Musicals - die Musical-Werkstatt der Musikschule - die größte Musicalbühne im Münchner Umland. "Das liegt mit Sicherheit auch an den absolut professionellen Bedingungen, die wir unseren Teilnehmer/innen bieten" schwärmt Hiesel-Schill von seinem Lieblings-Projekt. Als Schulleiter der Gautinger Musikschule kümmert er sich hauptsächlich um den Unterrichtsbetrieb seiner 800 Musikschüler/innen. "Nur mit einem extremen Kraftakt schaffen wir es alle zwei Jahre, ein Projekt dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen. Und ohne mein Team, das jedesmal bis an seine Grenzen geht, wäre das nicht zu machen", so der Schulleiter weiter. "Nach der Premierenfeier fallen wir alle erstmal in ein Loch, aber nach einigen Wochen beginnt schon die Suche nach dem Stoff für das nächste Projekt." 

Gesamtkonzept bis ins kleinste Detail g eplant

Die Gautinger Architektin Susanne Koehler macht die Produktionen von Gauting Musicals jedes Mal wieder zu einem Erlebnis für alle Sinne. Bei ihr laufen die Fäden zwischen Musik, Tanz, Kostümen und Bühnenbild zusammen. Gemeinsam mit Regisseurin Heidrun-Müller-Witzani erarbeitet sie ein Gesamtkonzept, das die Möglichkeiten einer Laienbühne bis ins letzte Detail ausschöpft und sich auch vor Vergleichen mit großen Bühnen nicht zu scheuen braucht. Ausverkaufte Häuser, begeisterte Besucher und der gute Ruf der Musical-Werkstatt sind vor allem ihr Verdienst. Zusammen mit den Darsteller-Eltern wird für jedes Kind ein Kostüm maßgeschneidert und eine aufwändige Kulisse ins Gautinger Bosco gezaubert. Begehbare Stahlkonstuktionen, Video-Projektionen und ein ausgeklügeltes Lichtdesign verwandeln den Gautinger Kultursaal dann für zwei Wochen in eine vollwertige Musicalbühne. 

 

Inessa Wunderl spielt die Hauptrolle von Oliver.

Talentschmiede für ambitionierte Musiker

Mit Gentiana Merturi oder Tim Peltzer konnten schon einige ehemalige Darsteller/innen die Musicalbühne als Einstieg in eine Profi-Karriere nutzen. Die beiden schafften es anschließend jeweils in das Finale der Casting-Show "The Voice". Gauting Musicals gilt daher inzwischen als Talentschmiede für ambitionierte junge Musiker/innen. Ob auch diese Jahr wieder eine Entdeckung dabei ist? Einen heißen Tipp hat Gesangs-Coach Verena Cereni-Nießner: Die gerade mal 10-jährige Inessa Wunderl aus Gauting. Gegen mehr als 30 Bewerber setzte sie sich im Casting für das Musical durch und ergatterte die begehrte Hauptrolle des Waisenjungen Oliver Twist, um den sich das ganze Musical dreht. Damit die Stimmen der jungen Talente richtig zur Geltung kommen geht auch das Technikteam des Bosco an seine Grenzen: 14 Mikrophon-Tonspuren müssen parallel bewältigt werden, dazu noch diverse Lichtstimmungen, zwei Nebelmaschinen und Video-Projektionen. Auch für Tonmeister Markus Sternagel sind die Musicals der Musikschule immer etwas besonderes: Vor seiner eigentlichen Arbeit muss er die Darsteller/innen erst einmal in die empfindliche Technik der Headsets einweisen und sie dann möglichst so verkabeln, dass sie nicht versehentlich das Kabel aus ihrem Funk-Sender ziehen oder sich auf das Mikrophon draufsetzen. Für den richtigen Sound auf der Bühne sorgt der musikalische Leiter von Gauting Musicals Philipp Weiß. Der preisgekrönte Jazzpianist und Dozent an der Münchner Musikhochschule zeigte schon bei den bisherigen Produktionen seine herausragenden Fähigkeiten im Umgang mit den jungen Darsteller/innen. Als Dirigent im Orchstergraben muss er nicht nur seine neun Musiker im Griff haben, sondern auch die zum Teil noch sehr jungen Sänger/innen unterstützen, die bei ihrem ersten großen Auftritt mit Lampenfieber zu kämpfen haben.

Von Kreisbote

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