8.000 Zuschauer bei der Tutzinger Fischerhochzeit!

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Tutzing - Tutzing im Ausnahmezustand: Als Höhepunkt des Jubiläumsjahres der Seegemeinde anlässlich ihres 1275. Geburtstages fand am vergangenen Wochenende die traditionelle Tutzinger Fischerhochzeit statt. Knapp 8000 Besucher verfolgten das zweitägige Historienspektakel, bei dem die Liebesgeschichte zweier Fischerskinder zur Zeit Napoleons nachgespielt wird - mit Polterabend - Brautlader - Hochzeit im Schloss - Brautessen und großem Festumzug.

Auch wenn das Wetter den Organisatoren am Vormittag des Hochzeitstages einen Strich durch die Rechnung machte, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Mit Schirmen und Regencapes „bewaffnet“ warteten die Zuschauer gut gelaunt bereits um 9 Uhr geduldig am Dampfersteg, um die Ankunft der Braut Veronika Bierbichler (gespielt von Theresa Feldhütter) zu verfolgen, die mit ihrer Verwandtschaft in aufwändig gestalteten Booten auf dem Wasser „anreiste“ und in Tutzing von ihrem Bräutigam Michael Gröber (gespielt von Benedikt Greif)in Empfang genommen wurde. Nach einem Festgottesdienst ging es mittags weiter zur eigentlichen Vermählung ins Tutzinger Schloss. Anders als noch vor sechs Jahren fand die Trauung nicht auf dem Balkon statt, sondern direkt in Augenhöhe mit den vielen Zuschauern. Weil das Wetter endlich ein Einsehen hatte und seine Himmelsschleusen schloss, konnten die Tanzdarbietungen der Jungfrauen und -männer in ihren Biedermierkostümen sowie der Tutzinger Gilde ohne Wasser von oben auf dem nassen Rasen stattfinden. Finale der traditionellen Fischerhochzeit war der große fast ein Kilometer lange Festumzug durch den Ort mit 650 Teilnehmern - darunter viele Trachtler und Musiker aus der ganzen Region - von München bis Huglfing. Müde aber hochzufrieden waren am Ende die Organisatoren. Über 300 ehrenamtliche Helfer hatten das Rathaus unter der Leitung von der Zweiten und Dritten Bürgermeisterin, Elisabeth Dörrenberg und Marlene Greinwald unterstützt und mit für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Ohne größeren Vorkommnisse konnte so das Großevent über die Bühne gehen, dessen künstlerische Leitung erstmals der Regisseur Michael Fleddermann übernommen hatte. Kleinere Probleme wurden unbürokratisch gelöst. So wurden die Umleitungsschilder, die von Witzbolden in der Nacht herumgedreht worden waren, kurzerhand am frühen Sonntag morgen von der Feuerwehr wieder in die richtige Position gebracht, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Das erstmalig erstellte Sicherheitskonzept ging voll auf. Polizei und Security-Kräfte hatten die Lage jederzeit im Griff. Um Anschläge wie in Berlin an der Gedächtniskirche zu verhindern, waren extra an beiden Enden des Festzuges Lastwagen quer zur Fahrbahn aufgestellt worden. Andrea Jaksch

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