Vorsicht vor Betrügern

81-jährige Gautingerin übergibt ganzen Schmuck an falschen Polizisten

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Wieder ist eine 81-Jährige aus Gauting auf einen falschen Polizeibeamten hereingefallen.

Gauting - In den vergangenen Tagen kam es in Gauting erneut zu einer Vielzahl von Anrufen falscher Polizeibeamter. Leider fiel eine 81-Jährige auf die Betrüger herein und übergab am Montagabend (10.02.2020) einem angeblichen „verdeckten Ermittler“ ihren Schmuck.

Mit der bekannten Masche, bei der sich ein angeblicher Polizeibeamter am Telefon meldet und erklärt, dass eine Einbrecherbande im Wohnumfeld festgenommen wurde, kontaktierten im Laufe der vergangenen Tage unbekannte Betrüger mehrere Senioren im Raum Gauting.

Während die meisten Anrufer die Betrugsmasche erkannten und die Gespräche umgehend beendeten, übergab eine 81-jährige Frau aus Gauting in den Abendstunden ihren gesamten Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro an einen angeblichen verdeckten Ermittler.

Bei der Seniorin hatten sich am Montagabend gegen 21.15 Uhr telefonisch zwei Kriminalbeamte gemeldet und mit der Legende, dass eine Einbrecherbande im Wohnumfeld festgenommen wurde, Kontakt aufgenommen. Während des Telefonats setzten die Betrüger ihr Opfer durch geschickte Gesprächsführung massiv unter Druck. Sie müsse dringend ihren Schmuck in Sicherheit bringen und die Polizei bei den Ermittlungen unterstützen. In der Folge erschien ein angeblicher „verdeckter Ermittler“ an der Wohnung der Geschädigten, welcher sämtliche in der Wohnung befindlichen Schmuckstücke mitnahm.

Erst als die Seniorin wieder zur Ruhe gekommen war, erkundigte sie sich telefonisch bei der Polizeiinspektion Gauting und musste feststellen, dass sie Opfer von Betrügern geworden war.

Um nicht Opfer eines solchen Betrugs zu werden gibt die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck folgende Tipps:

Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!

Gelegentlich wird auf Telefondisplays durch einen technischen Trick die Nummer 110 angezeigt. Beachten Sie hierzu, dass die Polizei Sie niemals unter der Notrufnummer 110 anruft!

Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!

Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein!

Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen!

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!

Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110 – benutzen sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern!

Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!

Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!

Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

Von Kreisbote

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