Wunsch wird Realität

Ab 1. April gibt es in Inning einen Wochenmarkt

Wochenmarkt Inning
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Das ist eines der Aushängeschilder des Marktes, den Inninger Grundschüler gemalt haben.

Inning - Der Ruf nach einem Wochenmarkt in Inning ist nichts Neues. Dabei ist es in der Vergangenheit allerdings geblieben – und dann wurde Marita Seefelder für die Grünen in den Gemeinderat gewählt. In den Wahlkampf gezogen ist sie unter anderem mit besagtem Wunsch, einen Markt in der Zwei-Seen-Gemeinde zu installieren. Dafür begeisterte sie im Februar die Ratsrunde. Am Donnerstag, dem 1. April ist es so weit: Bürgermeister Walter Bleimaier eröffnet den Interimsmarkt um 14 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem Gasthof zur Post.

Für die Plakate haben sich Innings Grundschüler ins Zeug gelegt und unter Anleitung ihrer Vize-Rektorin und der CSU-Gemeinderätin, Anja Wagatha, im Rahmen eines Malwettbewerbs eine typische Marktsituation gepinselt. Die schönsten drei Bilder sind jetzt das Aushängeschild des Marktes. Gewinner wurde unter anderem das bunte Kunstwerk mit einem Stand, auf dem knackfrisches Obst und Gemüse feilgeboten wird. Und ein Holzkarren, auf dem sich allerlei Essbares stapelt. Entschieden haben sich die Marktverantwortlichen aus „20 sehr schönen Bildern“ (Seefelder) für die Werke von Tiffani, Leona und Johannes. Wagatha sei sofort Feuer und Flamme für das Projekt gewesen, weil es perfekt in das Lehrplanthema „regionaler Einkauf“ hineinpasse. Denn die Angebote des Marktes sollten möglichst regional sein, der jeden Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein wird.

Bislang haben sich elf Standbetreiber mit Obst und Gemüse beziehungsweise einem Spargelstand, Kuchen und Brot, Käse, Fisch, Eier, Antipaste, einem Fair-Trade Stand und alle zwei Wochen mit „Tante Resis Unverpackt Stand“ angemeldet. „Im Mai kommt ein Stand mit Olivenöl, Oliven, Pestos und mehr dazu“, freut sich Seefelder im Gespräch mit dem Starnberger Kreisboten. Geplant sei auch, dass Inninger sich spontan in der Gemeindeverwaltung anmelden und einmalig einen Stand aufmachen könnten. Die Idee ist, dass auch Privatleute die Möglichkeit bekommen, in einem guten Apfeljahr oder nach einer Gemüseschwemme im Garten ihre Ware verkaufen zu können. Auch die Zusammenarbeit mit den umliegenden Läden sei ihr wichtig, betont Seefelder. Dazu gehört der Imbiss im oder coronabedingt vor dem Gasthof Post nach dem Marktbesuch, der anschließende Kauf von Fleisch- und Wurstwaren in der nahegelegenen Hofmetzgerei „Broslhof“, der Abstecher in den Tierladen oder in „Der Gute Ofen“. Der Bereich ist allerdings zu klein für Besucherparkplätze. Also sprach Maria Seefelder mit den umliegenden Geschäftsleuten, ob sie das vorübergehende Parken der Marktbesucher erlauben würden. „Sie zeigten sich sehr kooperativ“, betont sie. Marktleiter Albert Riederer und Horst Köck stehen auch schon fest. Als Sieger gingen übrigens alle Viertklässler hervor, die für das Projekt kreativ geworden sind. „Am ersten Marktdonnerstag dürfen sich alle Grundschüler eine Überraschung abholen, die sich an der Aktion beteiligt haben“, verspricht Seefelder und hofft „auf reges Treiben beim gut gelaunten Einkauf von hochwertigen Lebensmitteln“.

Michèle Kirner

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