Viren im Abwasser absolut natürlich

Abwasserverband Starnberger See: "Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen"

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Viren im Abwasser sind absolut natürlich.

Landkreis - "Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen: Viren im Abwasser sind absolut natürlich und nicht außergewöhnlich. Wir sind weiterhin, auch in diesen schwierigen Zeiten, täglich für Sie im Einsatz, um die Lebensqualität am See zu gewährleisten", schreibt der Starnberger Abwasserverband. 

Viren lauern an den geheimnisvollsten Orten und unser Planet beherbergt eine ganze Menge von ihnen. Auch im Abwasser kommen eine Vielzahl von Viren vor. Dort fühlen Sie sich durch die Begebenheiten am wohlsten. Bei den Viren stehen sechs Erreger im Vordergrund, bei denen Aussagen über die Gefährdung möglich sind. Dabei handelt es sich um das Hepatitis-A-Virus, das Hepatitis-B-Virus, das HIV, das Polio-Virus und, stellvertretend für die "Durchfallviren", das Rota- und das Norwalk-Virus. Die Viren werden durch die Fäkalien mit ausgeschieden und landen dadurch im Abwasser. Das ist aber kein Grund zur Sorge! Das ist absolut normal und nicht vermeidbar. 

Der Bürger kommt mit Abwasser nicht in Berührung. "Unsere Mitarbeiter jedoch schon. Deshalb werden unsere Mitarbeiter regelmäßig geschult, geimpft und tragen bei Arbeiten am Schmutzwasser stets Sicherheitskleidung. Hierbei halten wir uns an die Biostoffverordnung sowie die Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA 220), die genau vorgibt, welche organisatorischen Maßnahmen getroffen werden müssen, um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten. Natürlich hat auch das Coronavirus (SARS-CoV-2) den Weg ins Abwasser gefunden, was unvermeidbar ist durch die Fäkalien von infizierten Personen", erklärte  Geschäftsleiter Norbert Impelmann. Dies wurde auch von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bestätigt. Jedoch gibt es eine kleine Entwarnung wie die BAuA mitteilt: „Nach derzeitigem Stand des Wissens ist eine Übertragung von SARS-CoV-2 über den Weg des Abwassers sehr unwahrscheinlich. Von einer Gefährdung für Beschäftigte in abwassertechnischen Anlagen in Zusammenhang mit dem Auftreten von SARS-CoV-2 ist laut aktueller Datenlage nicht auszugehen. Die Krankheit wird im direkten Kontakt mit Erkrankten durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen.“

"Trotzdem wollen wir in dieser Situation unsere Mitarbeiter besonders schützen und arbeiten deshalb bis auf Weiteres nur in dringenden Fällen am Schmutzwasser, natürlich unter Einhaltung der TRBA 220. Die Arbeiten am Niederschlagswasser werden wie gewohnt weiter durchgeführt", so Impelmann. 

Von Kreisbote

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