Seltene Blütenpracht

Ackerwildkräuterprojekt des Starnberger Bund Naturschutzes erzielt erste Erfolge

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Dank eines Artenschutzprojektes des Bund Naturschutzes gedeihen im Landkreis wieder seltene Ackerwildkräuer.

Landkreis – Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ brachte viele Landwirte ins Grübeln. Wie sollten sie Projekte zusammen mit den Unterstützern des Volksbegehrens zur Förderung der Artenvielfalt verwirklichen könnten? Oft entstanden Patenschaftsprojekte, bei denen blühende Kulturpflanzen oder sogar nicht heimische Blühpflanzen in Streifen angesät wurden. Besonders interessant ist für die Naturschützer ein Vorhaben, das die Wiederansiedlung von gefährdeten und seltenen Ackerwildkräutern zum Ziel hat. Es wurde unlängst in Kooperation mit einem Landwirt aus dem Landkreis Starnberg umgesetzt. Nun wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen.

Roland Koböck und seine Partnerin Anni Friedl aus Gauting-Unterbrunn wollten etwas für die Rettung der Artenvielfalt in der Region tun und suchten dementsprechend Rat bei der Starnberger Kreisgruppe des Bund Naturschutz. Diese schlug ihnen die Bepflanzung mit seltenen Wildkräutern, die speziell für Ackerflächen gedacht sind. Auf Anraten der Fachleute legte Koböck auf zweieinhalb Hektar eine Blühfläche mit Wildkräutern aus autochtonem Saatgut an, an der Insekten ihre wahre Freude haben. Darüber hinaus bepflanzte der Landwirt aus Unterbrunn eine weitere Ackerfläche mit gefährdeten Ackerwildkräutern. 

Das Ergebnis der Aktion kann sich sehen lassen, wie die Mitglieder des Starnberger Bund Naturschutz bei einer Inspektion der blühenden Felder kürzlich zufrieden feststellten. Landwirt Koböck bringt der angelegte Wildkräuteracker derzeit maximal die Hälfte des normalen Ertrages. Der finanzielle Ausfall wird momentan über Patenschaften vergütet.

Von Kreisbote

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