Bootstour mit Folgen

Alkoholisierte Ausflügler bepöbeln in Berg Passanten 

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Alkohol am Steuer, das wird teuer. Besonders auf dem Wasser. Dort drohen Strafen bis zu 5000 Euro, wie die Polizei Starnberg mitteilt.

Mit einem Alkoholspiegel von 0,5 Promille oder mehr darf man kein Kraftfahrzeug führen. So steht es im Straßenverkehrsgesetz. Aber nicht nur an Land gilt diese Regelung, auch in den schifffahrtsrechtlichen Vorschriften ist dieser Grenzwert festgelegt. Ein paar Ausflügler machten in Berg unlängst mit dieser Vorschrift Bekanntschaft.

Am gestrigen Mittwochnachmittag wurde eine Streife der Polizeiinspektion Starnberg nach Berg beordert, weil dort die Besatzung eines gemieteten Elektrobootes Passanten am Ufer anpöbeln würde. Als die Beamten eintrafen, kam das Boot gerade in Richtung Dampfersteg und legte dort an. Neben der allgemein gelösten Stimmung unter der Besatzung fiel den Beamten auf, dass der Bootsführer nach Alkohol roch. Der Alkotest bestätigte die Vermutung – mit einem Ergebnis von 0,74 Promille war der Grenzwert deutlich überschritten. Die Verhängung eines Bußgeldes war die unausweichliche Folge. 

Im Gegensatz zum Straßenverkehr, wo der Bußgeldkatalog die Ahndungssätze (von 500 Euro beim ersten bis zu 1500 Euro bei wiederholter Auffälligkeit) genau vorgibt, sieht das Schifffahrtsrecht für solche Verstöße Bußgelder bis zu 5000 Euro vor, wie die Polizei Starnberg in einem Presseschreiben mitteilt.. Ein weiterer Unterschied zum Straßenverkehr: das Bußgeld gibt es nur für Verstöße mit Kraftfahrzeugen – auf dem Wasser ist man da strenger. Hier gilt die Promillegrenze für alle Fahrzeuge, also selbst Ruderboote oder Stand-Up-Paddler.

Von Kreisbote

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