Gilchinger Schüler überqueren die Alpen

Zum Gardasee mit Hindernissen

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Geschafft: Die Schüler und Lehrer sind im Rahmen des Seminars „Alpenüberquerung“ von Erwald bis zum Gardasee geradelt.

Gilching – 14 Schüler des Christoph Probst Gymnasiums hatten sich in der Q11 unter der Leitung ihres Lehrers Andreas Hafner für ein ganz besonderes P-Seminar ent- schieden: Eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike.

Ende Juli vergangenen Jahres war es dann soweit; und am letzten Mittwoch präsentierten die angehenden Abiturienten ihre sportliche Leistung in einem Diavortrag. „Ein Jahr Vorberei-tung und hartes Training – 14 Schüler, drei Lehrer, ein Begleitfahrzeug, 382 Kilometer, 8.527 Höhenmeter, sieben Tage, keine Panne, 538 Liter Wasser und Schweiß sowie 21 Kilogramm Bananen“, heißt es im Vorspann. Ausgangspunkt war Ehrwald in Tirol, das Ziel Riva am Gardasee. Und die Strecke führte selbstredend nicht gemütlich am Brennerpass entlang, sondern ging schweißtreibend über felsige Pfade, gnadenlos bergauf und erschreckend steil bergab. Am ersten Tag überwanden die Radler gleich 1.200 Höhenmeter und legten 86 Kilometer zurück. Für die Zuschauer kricht über die Leinwand ein Pfeil über die Karte – vom jeweiligen Ausgangspunkt bis zum Tagesziel. Die erklommenen Meter geben eine Linie wieder, die jede zurückgelegte Bergauf- und Bergabstrecke nachzeichnet. Eines der steilen Stück hinunter forderte dann auch den ersten Verletzten: Colin Burger musste am vorletzten Tag mit dem Begleitauto zur Übernachtungshütte nach Madonna di Campiglio gebracht werden. Ganz reibungslos lief es allerdings auch für den Rest der Truppe nicht, die sich plötzlich einem abgesperrten Bereich gegenübersah: Ein Rennradrennen versperrte ihnen den Weg. „Dank Uschi Hafners Navi sind wir sicher ans Ziel gekommen“, erinnerte sich Karl Sender. Im Laufe der Woche durchkreuzten sie die Uina Schlucht, nahmen ein Bad in eiskalten Bergseen, schwitzten in der Sonne und flohen vor Hagel und Regen. „Ein gelungener Alpencross“, fasste Schülerin Alisa Schröter zusammen, „der nicht ohne Hilfe gegangen wäre. Danke für die großzügigen Spenden der Energie Südbayern, der Kloster-brauerei Andechs für die Regenjacken und Schuldirektor Peter Meyer für den Zuschuss.“ Sichtlich gerührt stand auch Uschi Hafner auf der Bühne. „Vor vier Jahren habe ich mich entschieden, Lehrerin zu werden. Wenn ich den Film sehe, weiß ich auch warum.“ Viele Seminare mögen im Laufe des Lebens in Vergessenheit geraten. Die Alpenüberquerung, da waren sich alle einig, wird Schülern und Lehrern für immer in Erinnerung bleiben. mk

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