Altenpfleger soll in 72 Fällen Kreditkarte einer gehbehinderten Starnbergerin missbraucht haben  

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Starnberg – Die Angelegenheit erscheint reichlich bizarr: Ein 42-jähriger Altenpfleger aus Starnberg muss sich wegen Betruges in 72 Fällen vor Gericht verantworten, weil eine von ihm seit Jahren betreute alte Dame den Mann beschuldigt, er habe ihre Kreditkarte für Bar-Abhebungen und Einkäufe per Lastschrift zweckentfremdet.

Insgesamt knapp 28.000 Euro soll der Angeklagte im Zeitraum zwischen Mai 2012 und November 2014 auf diese Weise ergaunert haben, doch der nach eigenen Angaben bis heute bei der alten Dame Beschäftigte ließ sämtliche Vorwürfe durch seinen Verteidiger weit von sich weisen: Er habe die Kontoinhaberin in den genannten Fällen lediglich zur Bank begleitet, die gehbehinderte Frau habe dann meist im Auto gewartet, bis Bankmitarbeiter ihr das Geld persönlich ausgehändigt hätten, so der Altenpfleger. In allein 19 Fällen handelte es sich laut Anklage um je 1.000 Euro Bargeld; weitere 53 Anklagepunkte legen ihm zur Last, „auf Karte“ der von ihm betreuten Dame eingekauft zu haben. Auch hier sei es „abgesprochen gewesen“, dass der Altenpfleger für die Starnbergerin unterschrieb, so der Anwalt des 42-Jährigen. Die Verteidigung will hierfür etliche Zeugen aufbieten, unter anderem besagte Bankbeschäftigte. Der Prozess wird Ende März fortgesetzt.mps

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